Gustav Mosens Krippenspiel füllt Seiffener Bergkirche

Aufführung Laienspieler präsentieren Stück von 1861

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Foto: Jan Görner

Seiffen. Proppenvoll präsentierte sich die Seiffener Bergkirche während des Krippenspiels zu Hochneujahr. Das Stück, das die etwa 15 Laienspieler boten, hatte es in sich. 1861 von dem Zwickauer Gymnasialprofessor Gustav Mosen geschrieben, ist es das älteste überlieferte und noch vollständig erhaltene Krippenspiel Sachsens.

In der Badewanne war Pfarrer Michael Harzer darauf gestoßen, als er in einer Enzyklopädie blätterte. "Das klang interessant, und als ich dann auch noch den vollständigen Text im Internet fand, dachte ich, das wäre was für Hochneujahr", sagte der Seiffener.

Da die Zeit fürs Einstudieren recht knapp bemessen war, musste das Vorlesen der Texte durch die Laienspieler ausreichen. "Das war übrigens gerade zu Mosens Zeiten gar nicht unüblich", so der Pfarrer. Er spielte selbst als einer der drei Hirten mit, zwischen zwei Freunden aus seiner Jugendzeit in der Zöblitzer Spielschar.