Gut bewahrt - Die Radon-Bibliothek

Forschung Wissenschaftlicher Schatz hat Platz im Karl-Aurand-Haus Bad Schlema gefunden

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Konrad Barth, der ehemalige Vorsitzende von RADIZ, Dr. Kathrin Bösecke-Spapens, Geschäftsführerin der Kurgesellschaft Schlema und Prof. Dr. Wolfgang A. Grunewald, ehemals Vorstandsmitglied von RADIZ (von links) sind froh, dass die Radonbibliothek gut untergebracht ist. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Im Karl-Aurand-Haus in Bad Schlema wird ein wissenschaftlicher Schatz beherbergt - die Radonbibliothek hat neue Räumlichkeiten im Gebäude bezogen. Genutzt wird konkret die Fläche der ehemaligen Radonberatungsstelle des Freistaates Sachsen. Diese ist ins Rathaus der Gemeinde Bad Schlema umgezogen. In der Radonbibliothek finden sich zahlreiche Bücher und Dokumentationen. Ein wesentlicher Teil davon ist das Lebenswerk von Professor Werner Schüttmann.

Material enthält wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse

Er hat sich zu Zeiten der DDR sehr intensiv mit der Strahlenkrankheit und Strahlenschutzmedizin befasst. Hinzukommen in der Bibliothek Unterlagen von Wissenschaftlern, die sich über Jahrzehnte mit Balneologie (Bäderkunde), Radonbalneologie und Strahlenschutz beschäftigt haben.

Das Material, das eingebracht worden ist, stammt aus Nachlässen oder ist als Schenkung eingegangen. "Es sind wissenschaftliche Erkenntnisse, die dort lagern. Ein wahrer Schatz", sagt Konrad Barth, der ehemalige Vorsitzende des Vereins RADIZ Schlema, sprich des Radon-Dokumentations- und Informationszentrum, das sich aktuell in Auflösung befindet.

Bad Schlemas Bürgermeister Jens Müller stimmt ihm zu und spricht ebenfalls von wertvollen Unterlagen. "Die Forschung muss weitergehen", sagt er. Froh ist man in Bad Schlema zunächst darüber, dass die Arbeitsgemeinschaft Euradon, der Verein Europäischer Radonheilbäder, beschlossen hat, die Radonbibliothek weiterzuführen.