Gute Ideen bringen den Lotterhof voran

Interview mit Dietmar Meyer vom Förderverein Kulturmeile

Im Lotterhof in Geyer geht es zügig voran. Dies ist vor allem dem Förderverein Kulturmeile Geyer-Tannenberg und seinen Mitgliedern zu verdanken. Ein Mitglied, dass sich ganz speziell engagiert, ist Dietmar Meyer. BLICK sprach mit ihm über Projekte und eine neue Aktion:

Was ist in der letzten Zeit passiert?

Die Renovierungsarbeiten in den Gewölberäumen des Lotterhofes in Geyer sind seit einigen Monaten abgeschlossen und die Mitglieder des Fördervereines können sich an einer schmucken Küche mit neuem Fußboden freuen. Außerdem bringen Vorträge, Musikveranstaltungen, Konzerte, Feste, historische Märkte, private Feiern und zahlreiche weitere Aktionen Geld für den Ausbau des historischen Gebäudes. Erst kürzlich erhielten wir für unser Projekt "Lebendiger Lotterhof" 20.000 Euro von der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz". Damit und vor allem auch durch den großen Zuspruch der Besucher, werden alle Vereinsmitglieder und Helfer unbeirrt weiterhin für den Erhalt und die Neugestaltung des Lotterhofes wirken.

Und wie geht es im Programm des Fördervereines weiter?

Um das Bauwerk weiter voran zu bringen, denkt sich der Verein stets etwas Neues aus. So stellt am 23. November um 18 Uhr die Autorin Regina Röhner mit einem kleinen 3-Gänge- Menu ihr neuestes Buch "Eine Kurfürstin in der Küche" vor und erläutert dabei Essgewohnheiten in der Familie des Kurfürsten August I. vor etwa 450 Jahren. "Mutter Anna" und "Vater August", wie das Kurfürstenpaar liebevoll im Volke genannt wurden, waren wiederholt zu Gast auf dem Lotterhof und wir erhoffen uns am kommenden Freitag viele Besucher.

Worauf können sich die Besucher besonders freuen?

Auf einen spannenden Abend, denn immerhin war die Kurfürstin damals nicht nur Sachsens First-Lady, sondern auch eine ausgezeichnete Köchin, Heilkundlerin und Wirtschafterin. Sie führte sogar in der Hofküche den Bratofen ein. Mit Regina Röhner können die Gäste 500 Jahre alte Koch- und Heilrezepte neu entdecken. Außerdem gibt's Einblicke in die Lebens- und Kochkultur zwischen Mittelalter und Neuzeit. Nach dem Abzug der Kosten kommt das erwirtschaftete Geld des Abends dem Lotterhof zugute. Danach geht es bei uns zügig weiter. Neben Betriebs- und privaten Feiern im Dezember wird der weihnachtlich geschmückte Lotterhof an den Wochenenden zum traditionellen Turmblasen bei Glühwein und Imbiss seine Türen öffnen.