Gute Perspektiven für städtische Museen

KommunaLEs Stadtrat beschließt Museumskonzept mit großer Mehrheit

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Auch Museen dürfen in ihrer Entwicklung nicht stehen bleiben. Sie müssen modernisiert und den heutigen Ansprüchen angepasst werden. So sollen in Annaberg-Buchholz zwei städtische Museen, sprich der Frohnauer Hammer und das Erzgebirgsmuseum künftig attraktiver werden, so ein mehrheitlicher Beschluss des Stadtrates.

Modern, interaktiv, erlebnisorientiert

Fachbereichsleiterin Franziska Herzig bringt es auf den Punkt und erklärt: "Wesentliche Ziele des neuen Museumskonzeptes sind die Erschließung neuer Besuchergruppen, eine modernere, interaktive und erlebnisorientierte Präsentation der musealen Angebote sowie die bessere Vermittlung kulturhistorischer Inhalte, vor allem auch an die junge und zukünftige Generationen." Doch es geht ebenso um bessere Rahmenbedingungen wie Vermitteln, Sammeln, Bewahren und Forschen. Der Sanierungs- und Rekonstruktionsbedarf in Bezug auf Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit und kreative Ausstellungsgestaltung ist in beide Museen groß. Mit Blick auf den erwarteten Unesco-Welterbetitel "Montanregion Erzgebirge", besteht die Möglichkeit, den Frohnauer Hammer zu einem idealen Ausgangspunkt für das Welterbe weiterzuentwickeln.

Deutschlands ältestes Schmiedemuseum, der Frohnauer Hammer, soll zuerst zu einem attraktiven und erlebnisorientierten Museum werden. Dazu gehören Familienfreundlichkeit und Mehrsprachigkeit, moderne Interaktionsangebote, um das Leben der Schmiede und bergbauliche Zeitreisen zu erleben sowie die attraktive Gestaltung des Außengeländes auch für Kinder.