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Hübner schnellster Deutscher

90. Six Days Überschattet von Bewertungs-Querelen

Verständnisloses Kopfschütteln seitens Teilnehmer, Betreuer und Zuschauer: Der Ausgang der 90. Auflage der Internationalen Sechstagefahrt Enduro (ISDE) im slowakischen Košice ist derzeit schwebend und muss endgültig durch das FIM-Gericht entschieden werden. Denn der Beschluss der Jury ist für die Mehrheit nicht nachvollziehbar und wird daher scharf kritisiert. Am dritten Fahrtag, ereignete sich der Grund für das Durcheinander. Mehrere Trophyfahrer, darunter auch Frankreichs Topfahrer, ignorierten eine Durchfahrtskontrolle. Zunächst wurden die Sünder von der Jury mit Disqualifikation bestraft, nichtsdestotrotz durften die Betreffenden aber weiter starten.

Am Tag 5 wurden die Disziplinarmaßnahmen vorerst seitens der offiziellen Stellen zurückgenommen. Damit liegen die Franzosen in der Wertung bis zum Abschieds-Motocross vorn. Anstatt Australien wurden die Franzosen zum Weltmeister gekürt. "Die Situation ist für alle frustrierend, dass ein solches Ergebnis zustande gekommen ist und auch noch geehrt wurde! Australien ist bei der Siegerehrung direkt aufs obere Podest gegangen, bis dann Frankreich kam und sie die Bühne verlassen haben. Sie standen dann an einem Gegenhang und wurden von (fast) allen gefeiert, während Frankreich "Buh"-Rufe hinnehmen musste…", sagte André Rudolph, der das ADAC Sachsen Team mit Hendrik Richter, Tom Klädtke und Michael Renner betreute. Abgesehen von dem Hickhack um die Wertung hat der Deutsche Edward Hübner aus Penig vom Team KTM Sturm eine phantastische Sechstagefahrt bestritten. Er ist damit nicht nur bester Deutscher, sondern kann auch mit der gesamten Weltspitze mithalten. Er hat damit großen Anteil, dass die Trophy in ein paar Monaten mit großer Wahrscheinlichkeit ihren verdienten 4. Platz (derzeit Platz 7) am grünen Tisch erhält. Zudem wird Hübner wohl in der Gesamtwertung der Klasse E1 derzeit von Platz 7 auf Platz 3 vor rücken. Hervorragend unterwegs war auch Bruno Wächtler (KTM Sturm) aus Herold, der bis zum Ausfall mit Motorschaden in der ersten Runde am Tag 3 durchweg schnellster Deutscher in der Junioren Trophy war, die am Ende auf Platz 11 landeten.



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