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Hölzernes Dankeschön für Erzgebirger

Hilfeleistung Elke und Manfred Seifert kehren aus Kenia zurück

Es ist die Armenschule Furaha im kenianische Mombasa, die Elke und Manfred Seifert aus Schwarzenberg nicht mehr loslässt. Keine riesige Anlage, aber mittlerweile zumindest ein festes Gebäude, das auch durch Spenden entstanden ist, die die Seiferts engagiert im Erzgebirge gesammelt haben. Seit zehn Jahren fliegt das Schwarzenberger Ehepaar wieder und wieder auf den schwarzen Kontinent. Mindestens einmal im Jahr schlagen sie bei ihren Besuchen zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits besuchen die Seiferts Tochter Manja und deren Lebensgefährten, die in Kenia ihr neues Zuhause gefunden haben, andererseits planen sie immer an der Armenschule einen ausgiebigen Besuch ein. "Wir haben jedes Mal Briefe im Gepäck", so Elke Seifert, denn die jetzige 10 a der Stadtschule Schwarzenberg hat schon vor sechs Jahren eine Patenschaft übernommen. Fliegen Seiferts nach Kenia, überbringen sie Briefe und Geld aus Schwarzenberg, kommen sie zurück, haben sie Zeilen der afrikanischen Achtklässler dabei. Für die meisten Zehntklässler wird es erst einmal der letzte Kontakt nach Kenia gewesen sein. Doch Seiferts planen gemeinsam mit Lehrerin Ingrid Oelschlägel schon weiter: Die kommenden Fünften werden die Patenschaft fortsetzen.

Ihre jüngste mehrwöchige Reise liegt erst wenige Tage zurück. "Diesmal wurden wir überrascht", sagt Elke Seifert. Denn an der Armenschule, die von Bernd Avermann und seinem Verein Keniahilfe initiiert wurde, hängt jetzt ein hölzernes Schild, auf dem den Seiferts und den Erzgebirgern gedankt wird, die sich seit vielen Jahren für die Einrichtung stark machen und so ein Stück weit für die Bildung des kenianischen Nachwuchses sorgen. "Wir haben viele Erfolge erzielt. Beispielsweise gibt es ein regelmäßiges Mittagessen für die Schüler." Zudem kann aus zwei Tanks Trinkwasser gezapft werden. Mittlerweile fliegen die Seiferts nicht mehr allein nach Afrika, sondern nehmen interessierte Erzgebirger mit, denen sie Land und Leute so zeigen, wie es nur wenige Touristen kennenlernen.