Hören wir auf unser Herz

Wort zum Sonntag von Peter Wiechmann

Umfragen in Deutschland hätten Barack Obama vor der Wahl ihre Stimme gegeben. Wir kennen den alten und neuen Präsidenten der USA nur aus dem Fernsehen oder vom Internet. Was macht ihn aber so sympathisch gegenüber seinem Herausforderer Mitt Romney?

Ich habe mich mal in meinem Bekanntenkreis umgehört: Die Schwester fand sein Äußeres angenehmer. Meine Frau legte Wert auf seine Rhetorik und meine Großeltern sahen seine Amtszeit als eine Art "friedliche Revolution". Viele tausende von Kilometern liegen zwischen Amerika und Europa und dennoch scheint heutzutage alles so nah. Die große Weltpolitik lässt sich nicht durch Kontinente und Ozeane trennen. Medien dringen bis ins Wohnzimmer und sorgen genauso für Unruhe wie beruhigende Momente, wenn sie uns auf Konflikte aufmerksam machen oder aus dem Herzen sprechen.

Am Samstag sah und hörte ich das Wort von Gereon Alter, der an den Bibelspruch erinnerte: "Der Mensch sieht, was vor den Augen ist. Gott aber sieht auf das Herz des Menschen." Auch wenn wir nicht der liebe Gott sind, so sollten wir mehr auf unser Herz hören, mit ihm fühlen und denken. Vielleicht verbirgt sich gerade darin die Erleuchtung, die wir weltweit brauchen. Eine Erleuchtung, die Menschen zueinander finden lässt.