"Hackedicht": Alkoholprävention mit Humor

Vortrag "Hackedicht-Schultour" begeistert Jugendliche in Annaberg

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Der Kabarettisten und Schauspieler Eisi Gulp präsentierte sein Bühnenprogramm "Hackedicht - oder was?" in der EGE. Foto: EGE

Annaberg-Buchholz. Alkohol macht lustig, er macht stark und cool, man gehört zur Gemeinschaft und alles ist plötzlich viel leichter, so der Eindruck vieler junger Leute. Wie gefährlich die Droge Alkohol wirklich ist, das gab es am Montag in der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge (EGE) in Annaberg-Buchholz zu erleben.

Jugendliche sensibilisieren

Zu Besuch waren die Krankenkasse Knappschaft und der Deutsche Kinderschutzbund mit ihrem gemeinsamen Alkoholpräventionsprojekt. Ziel der "Hackedicht-Schultour" ist es, Kinder und Jugendliche für den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren.

Lautes Lachen dringt aus der Turnhalle, in der sich am Montag etwa 300 Schüler eingefunden haben. Schmunzelnd folgen sie dem Kabarettisten und Schauspieler Eisi Gulp mit seinem Bühnenprogramm "Hackedicht - oder was?".

Schulleiter zeigt sich begeistert

Sein unterhaltsames, gleichzeitig ernsthaftes Programm zielt darauf ab, die Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 zum kritischen Nachdenken über die Risiken des Nikotin- und Alkoholkonsums anzuregen. Auch Schulleiter Holger Schieck ist begeistert:

"Jugendliche über die Gefahren des Alkohol- und Drogenmissbrauches aufzuklären ist sowohl für die Elternhäuser als auch für die Schule eine wichtige und permanente Aufgabe. Wir freuen uns besonders, dass es der "Hackedicht - Schultour der Knappschaft" auf so lebensnahe und gleichzeitig nachhaltige Weise gelingt, unsere Schüler für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren."

Die Statistik zeigt:

Dr. Reichenbach von der Knappschaft weiß: "Fast 15.000 betrunkene Kinder und Jugendliche zwischen 10 bis 17 Jahren mussten bundesweit 2015 wegen der Folgen übermäßigen Alkoholkonsums im Krankenhaus behandelt werden, das waren weniger als in den Vorjahren. Dieser Rückgang ist positiv und zeigt: unsere Präventionsmaßnahmen wirken."