Halbe Million Euro Schaden: Zoll überführt Firma aus dem Erzgebirge

Wegen Steuerhinterziehung und veruntreuter Sozialbeiträge hat das Amtsgericht Chemnitz eine 61-Jährige aus dem Erzgebirgskreis zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt

Chemnitz/Erzgebirgskreis

Das Hauptzollamt Erfurt hat am Montag über den Abschluss eines umfangreichen Verfahrens wegen Schwarzarbeit im Erzgebirgskreis informiert. Bereits im November 2025 verurteilte das Amtsgericht Chemnitz eine 61-jährige Bauunternehmerin zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Über eine halbe Million Euro Schaden

Wie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Chemnitz und des Zolls ergaben, hat die Frau zwischen 2018 und 2022 mindestens 24 Arbeitnehmende schwarz beschäftigt. Die Angestellten wurden entweder gar nicht oder nur unvollständig zur Sozialversicherung angemeldet. Dadurch wurden zu geringe Steuern und Abgaben gezahlt, wodurch ein Gesamtschaden von rund 543.000 Euro entstand.

Betriebsprüfung gab den Ausschlag

Den entscheidenden Hinweis lieferte eine Betriebsprüfung des Zolls. Bei der Kontrolle der Geschäftsunterlagen stießen die Beamten auf Unregelmäßigkeiten in der Buchführung der Baufirma, was die strafrechtlichen Ermittlungen einleitete.

Geständnis vor Gericht

Das nun öffentlich gemachte Urteil ist bereits rechtskräftig. Die Unternehmerin hatte sich in der Hauptverhandlung vollumfänglich geständig gezeigt.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich