Hammerherrenhaus erhält neue Fassade

Erhalt Auch die Fenster des Kleinods in Carlsfeld werden ausgetauscht - Fördermittel machen es möglich

Carlsfeld. 

Carlsfeld. Am und im Hammerherrenhaus in Carlsfeld ist viel zu tun. Für die Mitglieder des Vereins, der sich für den Erhalt des historischen Kleinods stark macht, gibt es Grund zur Freude: Jetzt sind Fördermittel da, um die lange gekämpft wurde. "Wir sind froh, dass es weitergehen kann", sagt Mirko Sauerbaum, Vorsitzender des Vereins Geschichte Carlsfeld. Dessen 70 Mitglieder sind über die Welt verteilt - von Kanada bis Neuseeland nehmen viele Menschen Anteil an diesem Haus und seiner Vergangenheit.

In der Gegenwart stellt der Bund nun 118.000 Euro bereit, das Land Sachsen steuert 86.800 Euro bei, auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich. Den Rest erbringt der Verein. Insgesamt fließen 236.000 Euro in die weitere Sanierung des denkmalgeschützten Hauses, das 1679/80 jene Familie erbaute, die dem Ort auch die schmucke Kirche schenkte. Die Familie Schnorr von Carolsfeld als Begründer der Nickelhütte und mit Wirkungskreis auch in Schneeberg prägte den Erzgebirgsort.

Noch fünf bis zehn Jahre bis zur Begegnungsstätte

Den so dringend nötigen Fördermittelantrag hatte Sauerbaum mehrfach gestellt. Nun fließt das Geld, auch weil sich Bundestagsmitglied Alexander Krauß dafür stark machte. Aktuell rechnet Sauerbaum mit noch fünf bis zehn Jahren, ehe das Haus als Herberge und Begegnungsstätte dienen kann. "Es war die erste Schule im Ort. Hier fanden erste Gottesdienste statt." Nun wurde der erste Auftrag vergeben - für den Gerüstbau. Ihm folgen Fassaden- und Fenstererneuerung sowie Schlosserarbeiten. "Dann sieht man nach der Dachsanierung vor drei Jahren wieder von außen, dass sich etwas tut", sagt Sauerbaum, während auch die Vermarktung des Hauses anläuft.

 

So sei zwischen Schneeberg und dem Hammerherrenhaus ein Radweg geplant. Feilen wolle man am Image - Potenzial sei auf jeden Fall da. Mit Blick auf die Feinstaubbelastung gelte Carlsfeld als fünftsauberster Ort der Republik. Sauerbaum ist sicher, wenn entsprechend Übernachtungskapazitäten vorhanden wären, dann kämen auch mehr Gäste in den Ort. Touristisch sei für Vereine und andere Gruppen viel möglich.