Handwerkern fehlt der Nachwuchs

Innung Mitarbeitergewinnung ist heute eine Herausforderung

Lößnitz. 

Lößnitz. In der Schmiedeinnung Aue-Schwarzenberg und in der Schlosser- und Maschinenbauerinnung Aue-Schwarzenberg kennt man die Sorgen und Nöte der Fachbetriebe, die es zunehmend schwer haben, qualifiziertes Personal zu finden und junge Leute, die sich fürs Handwerk interessieren.

Der Nachwuchs ist ein Knackpunkt

Bei einem Meeting in Lößnitz in der Dampfbrauerei hat man sich jetzt getroffen, um über Aktuelles zu sprechen. Michael Müller ist Obermeister der Schmiedeinnung Aue-Schwarzenberg und führt als Schmiedemeister die Metallbau Walter Müller GmbH und damit den väterlichen Betrieb in Aue weiter. Was die Innung angeht, sagt Müller: "Früher waren es fast 80 Betriebe, heute sind es noch zehn." Der 58-Jährige beschreibt die Gewinnung von Mitarbeitern und das Halten der Mitarbeiter im Unternehmen, als eine Herausforderung. Die Erfahrung des Obermeisters zeigt, dass auch Nachwuchs ein Knackpunkt ist. Heute wollen viele junge Leute das eigentliche Handwerk nicht mehr erlernen, sagt Müller: "Viele gehen lieber in die Industrie oder streben ein Studium an." Dabei sei man im Handwerk gut aufgestellt und könne moderne Arbeitsplätze bieten: "Sicher wird das Schmiedefeuer in Ehren gehalten, aber es gibt mittlerweile in fast jedem Betrieb Techniken, wie CNC." Man müsse das eigene Licht keinesfalls unter den Scheffel stellen. Fakt ist: man komme aus einer Tradition und dazu stehe man auch.