Harry und Meghans Abschied: Verständnis aus Deutschland?

Angemerkt Ein Kommentar von Wieland Josch

Angemerkt von Wieland Josch

Wir Deutschen können von Glück sagen, dass wir keine Monarchie mehr sind. Man stelle sich vor, die Hohenzollern, die ja mit dem Kaiser- und Königsamt am Ende eher semiprofessionell umgegangen sind, würden noch über allen thronen, ihre Familiengeschichten füllten Unmengen an bunten Blättern und selbst wenn der Fünftletzte der Thronfolge mal niest, stürzen sich die Fotografen auf ihn.

Und das alles, obwohl man nicht die geringste staatslenkende Funktion hat, ein Job ohne Arbeitsprofil sozusagen. Insofern sind wohl eher die Hohenzollern froh, diesen Schlamassel nicht aushalten zu müssen. In England war man mit der Abschaffung solcher Strukturen weniger konsequent. Dass nun Diana-Sohn 2 nicht mehr mitmachen, sondern tatsächlich arbeiten will, nehmen ihm trotzdem viele krumm. Aber verstehen kann man ihn irgendwie. Während sich die gesamte Umwelt die Freiheit zu jedwedem Blödsinn nehmen kann (und nimmt), soll er gefälligst bleiben, wo er ist? Die Welt hat sich nun mal für alle verändert, auch für Könige.