Hart, Härter, Hard Enduro!

MOTORSPORT Neue Rennserie wurde auf Anhieb gut angenommen

Börnichen. 

Börnichen. Wie in allen nahezu allen Bereichen des Lebens gilt auch für den Endurosport: schneller, höher, weiter. Diesem Motto nahm sich über den letzten Winter Denis Günther aus Börnichen bei Zschopau an und rief als Promoter, ergänzend zu den bestehenden Facetten des Sports, die "Hard Enduro Series Germany" ins Leben. Mit Erfolg, denn bei den letztlich vier zur Austragung gekommenen Rennen waren Fahrerfelder von knapp 100 bis zu annähernd 150 Fahrern und Fahrerinnen ein eindeutiges Indiz, dass es sehr wohl einen Bedarf an dieser Sonderform des Endurosports gibt.

Die große Schwierigkeit bestand dabei darin, Veranstaltungen zu finden und zu vereinen, die in dieses Konzept passten und Strecken zu kreieren, die den Ansprüchen von Profis genauso gerecht werden, wie jenen der Hobbyfahrer. Schenkt man den Worten des amtierenden SuperEnduro-Weltmeisters bei den Junioren, Kevin Gallas, Glauben, ist dies nach kleinen Anlaufschwierigkeiten erstklassig gelungen.

Gallas erster Champion der "Hard Enduro Series Germany"

Als nach diversen Veranstaltungsabsagen infolge eines Genehmigungsproblems bzw. der latenten Waldbrandgefahr im Super-Sommer 2018 am vergangenen Samstag mit dem "Isegrim Enduro" in Schwepnitz bei Kamenz das Finale der neuen Serie über die Bühne ging, sicherte sich der 22-Jährige aus Karlsruhe mit seinem souveränen dritten Saisonsieg seinen Eintrag in den Geschichtsbüchern als erster Gesamtsieger der "Hard Enduro Series Germany".

Zweiter wurde auf der Strecke und in der Gesamtwertung Leon Hentschel aus dem niedersächsischen Uelzen, der gleichzeitig die Junioren-Wertung für sich entschied. Beide werden übrigens am 5. Januar 2019 beim zweiten Lauf zur SuperEnduro-Weltmeisterschaft 2018/2019 in der SACHSENarena Riesa ebenfalls am Start und in Action zu erleben sein. Bei den Senioren setzte sich der Thüringer Dirk Peter, der seit Jahr und Tag für das Zschopauer KTM-Sturm-Team startet, durch.

Westsachsen wandelten ebenfalls auf Erfolgspfaden

Wenn Enduro, egal in welcher Form, dann sind Westsachsen und speziell Erzgebirger natürlich nicht weit und oft auch erfolgreich. So durfte sich Marcel Teucher aus Thermalbad Wiesenbad über Endrang vier in der Gesamtwertung genauso freuen wie Louis Richter aus Pockau über den siebenten Platz sowie gleichzeitig den Vize-Titel bei den Junioren. Während der Gesamtzweite bei den Senioren, Robert Escher aus Pöhla, 13. des Gesamtrankings wurde, landete Kenny Lötzsch aus Drebach mit nur einer Teilnahme auf dem 15. Platz.

Chris Hofmann aus Annaberg-Buchholz schaffte es als 18. ebenfalls unter die ersten 20 der Abschlusstabelle, die Toni Pampel aus Schönau bei Zwickau als 21. nur knapp verfehlte. Einen ebenfalls schönen Erfolg feierte Stephan Hetze aus Lichtenstein als Dritter bei den Senioren. Mit dem Ex-Westdeutschen Marc Basseng, der sein einigen Jahren in Löbau zu Hause und familiär verwurzelt ist, fand sogar ein Ex-Automobil-Weltmeister (2012 FUA GT1) großen Gefallen an der "Hard Enduro Series Germany" und zog sich durchaus achtbar aus der Affäre.