Hausärzte- Mangel begegnen

Bildung Unterstützung für junge Mediziner

Aue. 

Vor dem Hintergrund des wachsenden Hausärzte-Mangels ist in Aue ein Weiterbildungsverbund für Allgemeinmedizin gestartet - neben Dresden der einzige in Sachsen. Damit ist ein erster und entscheidender Schritt getan, die hausärztliche Versorgung zu stützen und zukünftig sicherzustellen. Im Verbund arbeiten die Medizinische Gesellschaft am Helios Klinikum Aue, das KfH Gesundheitszentrum Aue sowie der Auer Allgemeinmediziner Lars Schirmer, der als Verbundkoordinator agiert, Hand in Hand. Ziel ist es, weitere regionale Partner zu integrieren. "Sicher könnte man den Ärzte-Mangel, der ein großes Problem darstellt, beklagen und nach Hilfe rufen. Wir haben uns gedacht, wir ergreifen selbst die Initiative", erklärt Ehrhardt Weiß, Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft. In der Praxis läuft es so, dass sich junge Mediziner selbst um ihre Weiterbildung kümmern müssen und die Ausbildung sich über viele Jahre zieht. Im Rahmen des Verbunds wolle man jungen Leuten eine abgestimmte Ausbildung innerhalb von fünf Jahren ermöglichen. "Für angehende Hausärzte ist es wichtig, nicht nur eine internistische Ausbildung zu bekommen, sondern vielseitig praktische Erfahrungen zu sammeln", so Schirmer.