Heftige Unwetter im Erzgebirge: Dorfbach tritt über die Ufer - Überflutungen in Zwönitz

wetter Anwohner: "So ein Unwetter hab ich bis jetzt noch nicht erlebt!"

Erzgebirge. 

Erzgebirge. Heftige Unwetter haben im Erzgebirge für Schäden gesorgt. Gegen Mittag bildete sich über dem Erzgebirgskamm eine Unwetterfront und zog über die Ortschaften Crottendorf, Scheibenberg, Schlettau, Schönfeld, Tannenberg, Geyer, Ehrenfriedersdorf, Neundorf, Thermalbad-Wiesenbad, Thum, Herold und Neundorf. Dabei gab es extremen Strakregen und Sturmböen sodass Äste abbrachen und Keller überflutet wurden. Besonders hart getroffen hatte es die Region um Thum und Neundorf. Hier wütete das Unwetter besonders stark. In Neundorf wurden die Hauptstraße sowie zirka 20 bis 25 Grundstücke vom stark anschwellenden Dorfbach überflutet. Zudem brachen Sturmböen, Äste ab. Zahlreiche Keller wurden hier überflutet. Selbst die Kameraden der Feuerwehr Neundorf konnten vorerst nicht ausrücken da die Zufahrtsstraße überflutet wurde. Die Feuerwehr ist hier im Dauereinsatz. Ein Anwohner schilderte das Unwetter mit:" So ein Unwetter habe ich bis jetzt noch nicht erlebt". Wegen Unwetterschäden musste die B95 zwischen Thum und Ehrenfriedersdorf kurzzeitig gesperrt werden. Hier trat die "Willisch" über die Ufer und überflutete die Fahrbahn. Zudem sackte hier der Fahrbahnrand ab. Die Feuerwehr Ehrenfriedersdorf kam zum Einsatz um die Einsatzstelle abzusichern. Insgesamt vielen in Neundorf an die 60 Liter Regen in kurzer Zeit. In Thum zirka 50 Liter Regen.

Überflutungen auch in Zwönitz

Auch die Stadt Zwönitz blieb von dem Unwetter am heutigen Montagmittag nicht verschont. Kräftiger Regen hatte die Straßen zu einem Fluss verwandelt. Zahlreiche Keller liefen voll. Dauerstress für die Kameraden der Feuerwehr Zwönitz. Umgehend wurde eine "Sonderlage" ausgerufen und die Einsätze nach Priorität abgearbeitet. Neben zahlreichen Kellern, wurden auch ein Drogeriemarkt sowie ein Lebensmittelmarkt an der Bahnhofstraße überflutet. Beide Geschäfte mussten ihre Läden für den heutigen Montag schließen. Noch immer ist man hier mit Aufräumarbeiten beschäftigt. In Zwönitz fielen 40 Liter Regen in zwei Stunden.