Heiko Meier hilft im Katastrophenfall

Notfunkstation Heiko Meier kann helfen, wenn alles zusammenbricht

Zwönitz. 

Zwönitz. Heiko Meier möchte etwas an die Gesellschaft zurückgeben, indem er mit seinem Wissen im Katastrophenfall zur Verfügung steht. Der staatlich geprüfte Funkamateur hat im Jahr 1996 auf seinem Grundstück eine Notfunkstation errichtet, die er auch für Notfunkzwecke bereithält. Wenn alle öffentlichen Kommunikationsmittel wie Telefon oder Internet und auch alle nichtöffentlichen Kommunikationskanäle wie der Polizei- und Feuerwehrfunk nicht mehr funktionieren, kann der Einsatzleiter festlegen, welche Notfunkstationen in Betrieb gehen.

Wann kommt der große Zusammenbruch?

"In Folge der Volldigitalisierung und des Abschaffens analoger Technik besteht die Gefahr, dass bei einem Blackout alle Kommunikationsmittel innerhalb kürzester Zeit zusammenbrechen", sagt Heiko Meier. Der 57-Jährige hat diesen Fall allerdings noch nicht erlebt, seit er seine Notfunkstation hat. Der Amateurfunker besitzt die größte Notfunkstation im Erzgebirgskreis und hat einen mittleren fünfstelligen Betrag in seine Anlage investiert. Die Antenne der Notfunkstation ist in etwa 14 mal 15 Meter groß und für Kurzwelle geeignet. Insgesamt besitzt er neun verschiedene Antennen für unterschiedliche Frequenzbereiche, mit denen er Entfernungen bis zu 10.000 Kilometern überbrücken kann.

Der Zwönitzer ist mit seiner Anlage auch in der Lage, Signale aus dem Ausland weiterzuleiten. Dies war bisher allerdings ebenfalls noch nicht notwendig. "Damit ich meine Notfunkstation ordnungsgemäß betreiben kann, muss sie ständig in Betrieb sein. Dazu funke oder morse ich mindestens einmal pro Woche mit anderen staatlich geprüften Funkamateuren", sagt Heiko Meier. Die Gefahr, dass irgendwann einmal alle Kommunikationsmittel ausfallen, steigt von Jahr zu Jahr. Der Grund: Es kommt immer öfter zu Stromausfällen, da die Netze durch den vielen Ökostrom zunehmend überlastet werden. Außerdem steigt die Gefahr von Hacker-Angriffen.