Heim in Spinnerei wird nicht geschlossen

Asyl Gebäude wird umfassend saniert und die Anzahl der Plätze verringert

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Im Asylbewerberheim in Spinnerei sollen auch weiterhin Schutzsuchende aufgenommen werden. Foto: S. Häfner

Spinnerei. Das Asylbewerberheim im Drebacher Ortsteil Spinnerei wird nicht geschlossen. Darüber informierte Bürgermeister Jens Haustein (Mandat CDU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Nachdem die Unterkunft bei einem Brand Ende Oktober, bei dem mehrere Bewohner verletzt worden, schwer beschädigt wurde, war es zunächst ungewiss, ob dort auch weiterhin Schutzsuchende unterkommen werden.

Doch nun sei zwischen dem Landratsamt und der Dresdner Betreiberfirma des Heims ein neuer Vertrag geschlossen wurde, berichtete Jens Haustein, den viele Fragen zur Zukunft der Obdachstätte erreicht hatten, wie er sagte. Auch ein neues Betreiberkonzept sei vereinbart worden. Das Gebäude solle nun saniert und die Anzahl der Plätze in der Unterkunft verringert werden. Statt wie bisher 110 Menschen soll sie künftig noch 80 eine vorübergehende Heimat bieten, so Haustein.

Das Haus, das Anfang der 1980er-Jahre für polnische Gastarbeiter errichtet wurde, die in der benachbarten Feinspinnerei arbeiteten, ist bereits eingerüstet. Es soll ein neues Dach und eine neue Fassade erhalten, die bei dem Brand entstandenen Wasserschäden werden behoben, berichtete der Bürgermeister. Außerdem wird das Haus künftig hauptsächlich Familien beherbergen, sagte Jens Haustein. Der Außenbereich werde umgestaltet, dort soll ein Spielplatz entstehen. Zusätzlich wird das Erdgeschoss behindertengerecht ausgestattet, so dass dort künftig auch behinderte Asylbewerber Unterschlupf finden können, erklärte der Bürgermeister. Bei dem Großbrand vor einigen Wochen, der im Obergeschoss des Heims ausgebrochen war, waren mehr als 100 Rettungskräfte im Einsatz. Da das Haus anschließend unbewohnbar war, wurden die Bewohner in ein Asylbewerberheim nach Marienberg gebracht.