Heimat ist mehr als nur ein Wort

Geschichte Vielseitige Veranstaltung im Annaberger Erzhammer

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Andreas Stopp und Dieter Theml (v. l.) sind zwei echte Heimatkundler. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-B. Heimat ist etwas, was jeder braucht. Doch viele kennen ihre Heimat und deren Errungenschaften sowie die Geschichte nur wenig. Umso wichtiger sind solche Veranstaltungen wie der Tag der Heimatgeschichte, der am Samstag zum 23. Mal im Annaberger Erzhammer stattfand.

Das Programm war abwechslungsreich und lud die Besucher zu Ausstellungen, Vorträgen sowie zur Heimatgeschichtlichen Börse ein. Speziell ging es am Samstag vor allem um die Betrachtung der vielfältigen Handwerkskünste im Erzgebirge. Spannende Vorträge entführten auf die Spuren der Posamentenindustrie in Buchholz und hin zu erzgebirgischen Erfindern und deren Patenten.

Steffen Schmied ist schon seit Jahren auf der Suche nach ganz bestimmten geschichtlichen Dokumenten. Der Leipziger stöberte mit Genuss in der Zeitgeschichte und freute sich: "Ich finde es toll, dass noch auf die Heimatgeschichte eingegangen wird. Denn genau das, nämlich Heimat und Geschichte sollten wir niemals vergessen", so sein Fazit.

8 Bände veröffentlicht

Einer, der ebenfalls gerne auf den Spuren der Vergangenheit wandelt, ist Dieter Theml. Der Schlettauer hat sich der Historie seiner Stadt verschrieben und mittlerweile acht Bände zur Schlettauer Geschichte veröffentlicht. Zurzeit arbeitet der agile Rentner an dem Heft "Zur Geschichte der Schlettauer Industriegeschichte Band 3".

Andreas Stopp aus Geyer liebt die erzgebirgische Heimatliteratur. Auf der Börse zeigte er viele interessante Bücher und Broschüren. Er verriet: "Seit 40 Jahren sammle ich alles was mit Geyer zu tun hat. Früher war es ein echter Spaß auf die Suche zu gehen und fündig zu werden. Alle waren enthusiastisch. Jetzt ist es einfacher, man kauft und verkauft, aber der Spaß ist weg." Davon merkte man an seinem Stand jedoch nichts. Von der Liedpostkarte bis zu seltenen Schriften, der Fundus von Andreas Stopp ist riesig.