Heimat ist, wo der Dialekt vorherrscht

Event Festival "Der Grenzgänger" bekommt einen neuen Namen

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Das Göhrener Viadukt nahe Wechselburg. Foto: Andrea Funke

Erzgebirge. "Jede Region liebt ihren Dialekt, sei er doch eigentlich das Element, in welchem diese Seele ihren Atem schöpfe." Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe ist die Einstimmung auf den elften Grenzgänger.

Mundart ist das Thema des nächsten Grenzgängers

"Schon im November 2016 haben wir uns entschlossen dieses Thema in den Fokus unseres nächsten Grenzgängers zu setzen, denn: Mundart ist lokale Identität, vielfältige Ausdrucksform und erfindet sich selbst immer wieder neu. Langsam aber sicher gewinnen die Dialekte wieder Oberhand. Lange Zeit verpönt, haben sie es aber auch heute noch schwer, komplett anerkannt zu werden. Zu tief sitzen manche Vorurteile", so Mitinitiatorin Constanze Ulbricht.

Mehrere Monate laufen also bereits die Planungen für die elfte Auflage. "Nach einer kreativen Pause im letzten Jahr, sind wir nun mit neuer Kraft und frischen Ideen zurück. Wir haben uns entschlossen, den traditionellen Fernsehpreis neuer und offener zu gestalten. Es soll ein Preis für alle werden", ergänzt Frank Langer.

Neuer Name, alte Highlights

Hinter dem neuen Namen: "Kultur - und Medienfestival im Erzgebirge: Der Grenzgänger!" stecken dennoch einige bekannte Veranstaltungshöhepunkte. Ein Kernpunkt bleibt die Auszeichnungsveranstaltung, die am 4. November in der Baldauf Villa stattfinden wird.

Die Ausschreibung an sich ist bewusst offener gehalten und soll Lokalfernsehmacher, You-Tube-Video-Ersteller und Menschen die Mundart in Liedern und Gedichten pflegen ansprechen.

Rund um die Auszeichnung gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Workshops, dem Grenzgänger-Medien-Talk und einer Ausstellung des Fotoclub Erzgebirge zum Thema MundARTliches. Ganz neu als Format wird es erstmals einen MundART-Slam geben. Überraschungsmomente sind dabei garantiert.