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Heimatmuseum zeigt Fredi's alten Friseursalon

Streifzug Tag des offenen Denkmals lädt am kommenden Sonntag zum Staunen ein

Erzgebirge/Hormersdorf. 

Erzgebirge/Hormersdorf.Unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet" gibt es am kommenden Sonntag zum "Tag des offenen Denkmals" Geschichte zum Anfassen zu erleben.

Zu besichtigen sind historische Stätten und Bauten. Zu entdecken gibt auch das Heimatmuseum Hormersdorf. Das kleine, aber feine Museum hat zum Denkmalstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet und bietet mit seinem enormen Fundus Einblicke in die Vergangenheit. Diesmal wird es besonders interessant. Denn es gibt eine einzigartige Ausstellung zu bestaunen. Regine Seifert ist die Leiterin und quasi die gute Seele des Heimatmuseums.

Allround-Talent Fredi

Unter der Überschrift "Neu! Wir zeigen Fredi's alten Friseursalon" lädt sie zu einem einzigartigen Spaziergang in die Historie ein: "Fredi Richter war ein Friseurmeister, Mundartdichter und Liederschreiber aus Hormersdorf. Er hat über 20 Liedtitel selbst komponiert und das, obwohl er keine Noten kannte. Er spielte eben die melodischen Akkorde so lange, bis sie zum Text passten. Fredi erhielt 2004 nach 50-jährigem Berufsleben seinen Goldenen Handwerksbrief. Gearbeitet hat er bis fast zuletzt. Er war immer stolz auf seinen Salon und brachte dies mit dem Satz zum Ausdruck: 'In meinem Museum ist noch Leben.'

Nun findet dieses "Leben" im Heimatmuseum statt. Gezeigt wird unter anderem, wie dereinst eine Kaltwelle kreiert wurde. Fredi Richter war einer der ersten der diese Form des Frisierens anwandte. Seine Haarschneider stammen aus den 1930er Jahren. Doch auch sonst gibt es viele Utensilien des Friseurhandwerks zu sehen. Restauriert wurden die Raritäten von Karl-Heinz Weisbach aus Hormersdorf, der sich auch schon auf viele Besucher am Sonntag freut.