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Heimtückische Gefahr: Unbekannte sägen Birken an

Verdacht Grießbacher findet am Rande seines Grundstücks angesägte Birken

Grießbach. 

Grießbach. Angesichts von Unwettern kann es durchaus passieren, dass Bäume einknicken und über eine Straße fallen. Als der Grießbacher Konrad Sieber allerdings eine Birke quer über einem Feldweg am Rande seines Grundstücks liegen sah, staunte er nicht schlecht.

Von 20 Zentimetern waren noch fünf Zentimeter übrig

Noch am Morgen war ein Freund dort lang gefahren, die Sonne schien. Und nun machte ihn ein Nachbar auf diesen vermeintlichen Unfall aufmerksam, der sich rasch als gefährliche Tat eines Unbekannten erwies. "Wir haben die Birke ausgeästet und auseinander gesägt, um sie beiseite zu räumen", berichtet der 64-Jährige, dem nur wenige Meter weiter eine zweite Birke auffiel: "Auch dort lagen Sägespäne, sie war angesägt." Von dem 20 Zentimeter dicken Stamm waren nur noch fünf Zentimeter übrig. Schnell wurde auch dieser Baum gefällt, damit die Gefahr zu bannen. "Etwas Wind hätte gereicht, um ihn umzureißen", so Sieber.

"Es sind ja immer mal Spaziergänger oder Radfahrer unterwegs"

Die Bäume liegen nun zerteilt am Wegesrand, doch wirklich abgeschlossen ist die Sache für den Grießbacher noch nicht. Er rätselt darüber, warum jemand Bäume ansägt, die dann eine große Gefahr für Menschen darstellen. "Sie können jederzeit umfallen und jemanden treffen. Es sind ja immer mal Spaziergänger oder Radfahrer unterwegs", sagt Sieber, der diese heimtückische Aktion verurteilt: "Da steckt kriminelle Energie dahinter." Um andere zu warnen, will er nun auf die Tat aufmerksam machen: "Es könnte ja sein, dass es auch nochmal woanders passiert."

Statt einer Anzeige gegen "Unbekannt" offen darüber sprechen

Er hält es für richtig, derzeit die Augen offen zu halten. Von einer Anzeige bei der Polizei hat der 64-Jährige dagegen vorerst abgesehen. Statt einer Ermittlung gegen "Unbekannt", die womöglich im Sande verläuft, ist es ihm wichtiger, über solche Probleme offen zu sprechen. So könne eine Wiederholung der Tat wohl besser verhindert werden.



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