Heiß begehrte Futterautomaten

Veranstaltung Reukersdorfer Dorffest lockte 400 Besucher

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Gina Günther, Ashley Bispring, Linus Schubert und seine Mutter Denise (v.re nach li.) bauen ihre Futterautomaten, überwacht von Tassilo Schubert (re.). Sven Pflugbeil und Ehefrau Kati (li.) konnten sich an ihrem Stand über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Foto: Dirk Trautmann

Reukersdorf. Der große Regen hatte am Samstag um Reukersdorf einen Bogen gemacht, nur gegen 14 Uhr kamen ein paar Tropfen unten an. Dadurch fand auch in diesem Jahr das Dorffest in dem kleinen Erzgebirgsdörfchen im Trockenen statt. Schon zum 8. Mal hatten die Reukersdorfer zu ihrem Fest eingeladen, und die Besucher kamen in Scharen - mehr als 400, so Schätzungen, waren es wieder. Das Fest steht in jedem Jahr unter einem anderen Motto, diesmal war es die Holzgewinnung früher und heute. Günter Lempe von der Forstbetriebsgemeinschaft Waldgemeinschaft Pfaffroda hielt einen Vortrag über die Holzwirtschaft.

Der Reukersdorfer Günter Bärsch stand an der Spitze der vielen Freiwilligen, die auch in diesem Jahr ein interessantes Fest auf die Beine gestellt hatten. "Na ja, so richtig viele sind wir nicht, eine gute Handvoll trifft es eher", erzählte Holger Bär, der mit viel Hingabe den Gulasch in einem riesigen Kessel umrührte. "Am Freitag hatte ich mit den Vorbereitungen für den Kesselgulasch begonnen und seit dem Morgen steht der Kessel auf dem Feuer", so der Reukersdorfer, der zum Organisationsteam gehört.

Holzgewinnung früher und heute

Geheizt wurde der Kessel natürlich mit Holz und wie das Holz früher gesägt wurde, demonstrierte Micha Schmidt von den Olbernhauer Alttraktorenfreunden: Er war mit seinem Wasserverdampfer mit angeschlossener Kreissäge angereist und zeigte, dass die alte Technik auch heute noch funktioniert. "Damit säge ich zu Hause mein Brennholz", sagte Micha Schmidt zum Tuckern des Dieselmotors. Die Alttraktorenfreunde machten auch kleine Rundfahrten mit Kindern auf dem Festgelände am alten Rittergut, aber die Kinder konnten auch selbst handwerklich tätig sein.

Der Stand von Sven und Kati Pflugbeil war dicht umlagert, denn hier wurden Futterautomaten für Vögel hergestellt. "Automatisch ist halt, dass das Futter nachrutscht, wenn die Vögel unten etwas aufpicken", schmunzelte Sven Pflugbeil. Besonders geschickt stellte sich Linus Schubert an, der wohl die weiteste Anreise zum Reukersdorfer Dorffest hatte. "Wir wohnen in der Schweiz, aber wir richten es nach Möglichkeit so ein, dass wir zum Dorffest hier sind", erzählten Tassilo Schubert und Ehefrau Denise. Auch im kommenden Jahr soll es wieder das Reukersdorfer Dorffest geben. Das Motto bestimmt wieder der Dorfclub.