Heißt Schloss Hoheneck bald "Staleburg"?

Diskussionen Stollberg will das Areal nach der Sanierung umbenennen

Stollberg. 

Stollberg. Hinter den Mauern des Schloss Hoheneck in Stollberg verbirgt sich eine lange und bewegte Geschichte - aktuell wird in dem Gebäude-Bereich noch eifrig gebaut und gearbeitet. Künftig will man das fertig sanierte Areals unter dem ursprünglichen Namen "Staleburg" nach außen tragen. Das sagt Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt, der dabei betont, vor dem Hintergrund, das Hoheneck früher ein Frauengefängnis war, sei der Begriff Schloss wohl eher wenig zutreffend. Ursprünglich war es ein Jagdschloss des sächsischen Kurfürsten August I, später eine Ritterburg, bekannt unter "Staleburg", die für die Stadt Stollberg als Namensgeberin diente. Schloss Hoheneck ist erstmalig 1704 erwähnt worden.

Das Vorhaben der Umbenennung sorgt aktuell für einige Diskussionen, denn nicht jeder kann dem zustimmen. Das gesamte Areal wird umgestaltet und einer komplett anderen Nutzung zugeführt. Die Erlebniswelt "Phänomenia" ist bereits eingezogen. Doch allein dabei soll es nicht bleiben. Geplant ist unter anderem der Einzug des Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ), spricht dem Kinder- und Jugendtheater "Burattino" aus Stollberg im Westflügel, das aktuell im Begegnungszentrum "Das Dürer" untergebracht ist. Auch im Südflügel soll Leben einziehen. Dort soll die Abora-Ausstellung des Experimental-Archäologen Dominique Görlitz einen Platz finden.

Und so füllen sich die Räumlichkeiten mit Dingen, die sowohl für die Bevölkerung interessant und spannend sind, als auch für Gäste und Touristen, die ihre freien Tage in der Region verbringen. Hoheneck soll sich als einer der touristischen Punkte etablieren. Er sollen zudem Räumlichkeiten für Schulungen und Tagungen im Fachwerkhaus entstehen und ebenso Übernachtungsmöglichkeiten. Natürlich wird auch die Gedenkstätte als solches eine wesentliche Rolle mit spielen unter anderem in Form von Führungen.