Herbstkurs in der Klöppelschule

Fadenkunst Point de Saxe ist etwas Besonderes

herbstkurs-in-der-kloeppelschule
Ute Tänzer (li.) und Ina von Bargen-Liebscher haben den Herbstkurs in der Klöppelschule in Schneeberg belegt. Foto: Wendland

Schneeberg. Die Dresdner Spitze, auch Point de Saxe genannt, ist eine besonders virtuose Art der Weißstickerei. Diese stand während des 18. Jahrhunderts in Dresden und Umgebung hoch im Kurs. Das spitzenartige Erscheinungsbild der Point de Saxe fällt aus dem Rahmen der üblichen Stickereien. Typisch sind florale Ornamente.

"Das Klöppeln ist mein Hobby."

Im Klöppelzentrum der "Goldnen Sonne" in Schneeberg ist jetzt ein Herbstkurs gelaufen, wo man sich speziell mit der Dresdner Spitze beschäftigt hat. Ein außergewöhnliches Thema mit dem man einen Blick über den Tellerrand hinausgewagt hat. Die freiberuflich tätige Handarbeitsberaterin Ute Tenzer aus Braunschweig kennt sich bestens damit aus und hat den Teilnehmerinnen die Kunst vermittelt.

"Das Klöppeln ist mein Hobby. Deshalb komme ich nach Schneeberg. Irgendwann hatte Beatrice Müller, die Klöppelschul-Leiterin, die Idee, einmal einen etwas anderen Kurs anzubieten damit die Damen etwas mehr von der Vielfalt der Textilarbeiten kennenlernen. Da lag es nahe, dass wir die Dresdner Spitze als Thema nehmen", erzählt Tenzer. Die Technik sei sehr alt, so Tenzer, die auch sagt: "Für mich ist es etwas ganz Besonderes, dass ich in der Klöppelschule Stickerei anbieten kann."

Ina von Bargen-Liebscher ist extra als Teilnehmerin aus dem Spreewald angereist: "Wegen Ute Tenzer als Persönlichkeit und natürlich wegen der Weißstickerei. Es ist sehr interessant und noch besser, als ich dachte. Es macht richtig Spaß. Für mich steht fest, dass die Stickerei weiterbetrieben werde."