Herwart war so schlimm wie Kyrill

Bilanz Sturmschäden schon fast genauso hoch wie 2007

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Der Orkan Herwart hat auch am so genannten C-Flügel zwischen Ansprung und Rübenau mehrere Bäume entwurzelt oder abgeknickt. Foto: Jan Görner

Marienberg. Die Schäden, die der Sturm Herwart Ende Oktober in den Wäldern der Region hinterlassen hat, sind noch nicht ganz beseitigt, da kommen im neuen Jahr schon weitere Sturmschäden hinzu. Nach wie vor gilt Vorsicht beim Besuch in den Wäldern. Das betont der Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst Thomas Köhler.

"Es drohen immer noch Bäume umzustürzen", so der Fachmann. Deshalb sind einige Bereiche immer noch gesperrt. Diese Absperrungen gelte es unbedingt zu beachten. Wer als sogenannter Selbstwerber Brennholz aus dem Wald holen möchte, sollte den Anweisungen der Revierförster unbedingt Folge leisten. Längst ist das nicht überall möglich.

Viele Fichten gingen verloren

Der von Herwart angerichtete Schaden ist mittlerweile geschätzt. Der Staatsbetrieb Sachsenforst geht von zirka 140.000 Festmeter Wurf- und Bruchholz aus. Davon entfallen 120.000 Festmeter auf den Landeswald und etwa 20.000 Festmeter auf Privat- und Körperschaftswälder.

Der größte Teil des Schadens fällt aufgrund der Dominanz des Gehölzes in der Region auf die Fichte."Es sind aber auch etwa 7.500 Festmeter Lärche und 4.000 Festmeter Murray-Kiefer verloren gegangen", so Thomas Köhler. Der Schaden bei Laubholz seit dagegen vergleichsweise gering. Die Zahlen sind durchaus mit den Sturmschäden des Orkans Kyrill 2007 zu vergleichen. Damals standen etwa 150.000 Festmeter Schadholz im Forstbezirk zu Buche.