Hier sind die Schnitzer zu Hause

Ausstellung Museum bietet Einblicke in vielfältige Volkskunst

Am kommenden Wochenende öffnet auch der Weihnachtsmarkt in Gelenau seine Pforten und lädt zum Bummeln, Genießen, weihnachtlicher Musik und den vielfältigsten Programmen ein. Glühwein- und Bratwurstduft zieht über den Platz und während die Erwachsenen in das Flair des stimmungsvollen Marktes eintauchen, können die Kleinen an beiden Tagen in der "Wichtelstube" im Rathaus von 14 bis 17 Uhr basteln und malen. Gelenau ist jedoch auch für seine vielfältigen Ausstellungen bekannt. Es lohnt sich, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr die Exposition "Bewegte Geschichte" - Faszination in Holz im Ausstellungsraum im Ersten Deutschen Strumpfmuseum zu erkunden. Schnitzen gehört zur Weihnachtszeit einfach mit dazu. Schon deshalb ist auch der Besuch der Schnitzausstellung in den Räumen des Schnitzvereines im Strumpfmuseum einfach ein "Muss". Denn wo kann man tiefer in die Tradition und das Brauchtum eines Ortes eintauchen, als bei einheimischen Hobbyhandwerkern. Rolf-Peter Hempel ist der Vorsitzende des Gelenauer Schnitzvereines. Er weiß: "Ein Besuch in unserer Schnitzausstellung bietet Einblicke in das vielfältige Schaffen der 18 Mitglieder unseres Vereines. Die Ausstellung zeigt aber auch, mit wie viel Liebe sich bereits unsere Vorfahren dem heimischen Brauchtum gewidmet haben." Zu sehen gibt es in der Dauerausstellung einen großen Heimatberg mit beweglichen Figuren und nachgebauten Häusern des Ortes, die es heute fast alle nicht mehr gibt. "Neu ist das zweistöckige Karussell von Walter Schauer aus dem Jahr 1935. Das schöne Stück wurde uns von Eva Krauß aus Chemnitz als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt", erklärt Rolf-Peter Hempel. Vier weitere Karussells sowie eine Achterbahn komplettieren die Ausstellung. Außerdem gibt es eine Vielzahl an geschnitzten Figuren zu sehen, welche die Entwicklung des Schnitzvereines von früher bis heute zeigen.