Hier werden Erinnerungen wach

jubiläum Motorsportclub Zschopau feiert 60-jähriges Bestehen

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Die damalige Vorsitzende des MC MZ Zschopau, Sabine Hoheisel, hielt zum 50-jährigen Bestehen die Laudatio. Foto: Th. Fritzsch/Archiv

Zschopau. Man schrieb den 27. Februar des Jahres 1958, als sich im ehemaligen Gasthaus Finkenburg von Zschopau Sportfreunde zusammenkamen, um den Motorsportclub (MC MZ) aus der Taufe zu heben. Und wohl niemand ahnte damals, dass der Verein auch 60 Jahre später, heute als MSC MZ Zschopau, fortbesteht.

Hocharbeiten bis zum eignen Motorrad

Ihr Domizil hatten die Mitglieder zunächst im Gashaus, einem damals leerstehenden ehemaligen DKW-Gebäude. Nach dem Umzug in das Lager Gensel war die Adresse der Werkstatt bis 1990 die Untere Mühlstraße. Volker Uhlig aus Waldkirchen, in den Jahren 1961 bis 1966 Geländefahrer, erinnert sich an die Anfänge mit einem Fünkchen Wehmut: "Als junge Kerle von 17 Jahren zog uns die Clubwerkstatt an. Dort standen wir anfangs den Lizenzfahrern zur Seite als Helfer, Putzer oder Monteure. Auf diese Weise haben wir uns hochgearbeitet - bis es schließlich ein eigenes Motorrad gab. Mit diesem Motorrad haben wir dann die ersten Geländefahrten gemacht. Nach uns kamen auch wieder junge Leute, die dann ihrerseits bei uns putzen mussten. Dabei lernten sie von uns auch, wie man die Fahrzeuge richtig auf die Wettkämpfe vorbereitet."

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Club zum Anziehungspunkt für Generationen geländeportbegeisterter Jugendlicher. Neben den Geländesportlern bekamen die Sportler der Sektionen Motocross, Trial-Sport und Rennsport das Einmaleins des Sports an die Hand. Zu den Gründungsmitgliedern zählt auch der heute 80-jährige ehemalige MZ-Rennfahrer Klaus Pellert aus Annaberg-Buchholz, der sich bis zur Wiedervereinigung im Verein engagierte. Auch die erfolgreiche Rennfahrerlaufbahn des Ehrenfriedersdorfer Bernd Köhler hatte in Zschopau ihren Ursprung, während im Trialsport viele Jahre Erhard Stiegler als Aushängeschild des Vereins glänzte.