Hier wird um die Wette gekräht

Wettkampf 21 Hähne ringen um Sieg

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Alle Teilnehmer hofften darauf, dass ihr Hahn möglichst oft kräht. Foto: A. Bauer

Drebach. Zu einem Wettkampf der besonderen Art sind am vergangenen Wochenende 21 Geflügelzüchter aus der Region angetreten. Genauer gesagt waren es ihre Hähne, die beim 18. Drebacher Wettkrähen um den Sieg wetteiferten. Neben dem gastgebenden Geflügelzüchterverein 1881 Drebach waren auch Vertreter aus Ehrenfriedersdorf und Herold gekommen, um am Morgen möglichst viel von ihren Schützlingen zu hören.

Nicht immer ging dieser Wunsch in Erfüllung. Wie der Drebacher Vereinsvorsitzende Johannes Sack mitteilt, blieben drei Hähne vollkommen still. Dafür machten sich andere umso lauter bemerkbar. "In 30 Minuten werden die Krährufe aller Teilnehmer gezählt", erklärt der Organisator den Modus, der in zwei Kategorien angewendet wurde.

Unter den neun großen Hähnen setzte sich letztlich der von Helmut Meyer durch, der 54-mal krähte. Sogar auf 86 laute Töne brachte es das Tier von Ferry Bergmann, das sich damit unter den zwölf Zwerghähnen den Sieg sicherte. Trainieren für den Erfolg lässt sich laut Johannes Sack kaum.

Es gibt kein Training und keine Tricks beim Wettkrähen

"Es gibt eigentlich keine Tricks, eher ist es Zufall", sagt der Drebacher, der dann aber doch einen Kniff parat hat. So platzieren einige Teilnehmer ihre Schützlinge schon am Abend zuvor in einer Dunkelkiste, um beim ersten Sonnenstrahl noch mehr Energie zu wecken: "Aber auch das hilft nicht immer."

Aufs Gewinnen kommt es den meisten Züchtern auch gar nicht an, wollen sie doch mit dem Wettkrähen einfach nur etwas Aufmerksamkeit für ihr Hobby wecken. Neue Mitglieder kann der Drebacher Verein gut gebrauchen, denn er zählt nur noch 28 Mitglieder - Tendenz sinkend. Der Wettkampf und die Ausstellung im November helfen jedoch, um von der Öffentlichkeit besser wahrgenommen zu werden.