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Hier wurde nicht nur in Rohre, sondern auch in die Zukunft geblickt

Perspektive Wasserfest der Wasserwerke Westerzgebirge

Schwarzenberg. 

Schwarzenberg. Sie hatten am Samstag viel Grund abzuheben: Einerseits konnten Joachim Rudler, Vorsitzender des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) und Geschäftsführer Dr. Frank Kippig (v.l.) auf das 25-Jährige Bestehen des ZWW zurückschauen. Andererseits war das 9. Wasserfest aus Anlass des Jubiläums ein wahrer Besuchermagnet.

Die Familien wussten den freien Eintritt und die zahlreichen kostenfreien Angebote auf dem Gelände der Zentralkläranlage Schwarzenberg sehr zu schätzen. Besonders beliebt war der Krankballon mit dem sich die Gäste 25 bis 30 Meter nach oben ziehen lassen konnten. Auch Kippig und Rudler nutzten dieses Angebot und warfen aus der Vogelperspektive einen Blick auf das Festgelände.

Hier wurden viele spannende Fragen beantwortet

Ist es möglich, mit der Kamera bis in die Kloschüssel zu schauen? Wofür sind die Joysticks? Welches Programm läuft im Kanal-TV? - Die Besucher des 9. Wasserfestes konnten Kanalinspektor Gert Wahl und seinem Kollege Steffen Broja am Samstag Löcher in den Bauch fragen.

Das Angenehme: Die Mitarbeiter des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge antworteten nicht nur fachkompetent, sondern auch so, dass es die Interessierten verstehen konnten. Rohre der Größe DN 100 können durch das Kanal-TV genauso untersucht werden wie Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Metern. Welche Bilder die Kameras dann senden und wofür solche Kontrollen wichtig sind, erfuhren die Gäste von Wahl und Broja.

Das Wasserfest auf dem Gelände der Zentralkläranlage in Schwarzenberg erlebte seine 9. Auflage am Samstag aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des ZWW. Seit 24 Jahren ist Joachim Rudler, der Bürgermeister von Grünhain-Beierfeld, der Verbandsvorsitzende.

Der Blick in die Zukunft ist wichtig

In der Rückschau spricht er von einer schönen Zeit: "Es ist eine Erfolgsgeschichte." Denn im Zweckverband bündeln die Kommunen ihre Kräfte: "Solidarität und Zusammenarbeit bringen den Erfolg", sagt Rudler. Die Herausforderungen seien damals groß gewesen, denn sowohl das Abwasser- als auch das Trinkwassernetz waren zu großen Teilen in die Jahre gekommen. "Wir standen kurz vor dem Kollaps. Es war zu befürchten, dass das Trinkwassernetz genauso wie 1989 das politische System zusammengebrochen wäre", formuliert der Verbandsvorsitzende drastisch.

Auch jetzt gelte es immer wieder zu investieren, pflichtet ihm ZWW-Geschäftsführer Dr. Frank Kippig bei: "Wenn wir jetzt Fehler machen, müssen das unsere Kindeskinder ausbaden." Daher sei der Blick in die Zukunft wichtig. Apropos Blick: Natürlich ist es nicht möglich mit der Kamera des Kanal-TV bis in die Kloschüssel zu schauen. Am Hausanschlussschacht oder an der Rückstausicherung ist Schluss.



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