Highlights zum Auftakt: Schneeberg startet mit Bergstreittag ins Jubiläum

Von der Bergparade bis zum Schach-Duell mit einer Deutschen Meisterin

Schneeberg

Die Bergstadt Schneeberg feiert 555 Jahre, ein stolzes Jubiläum. Und das aus der Mitte der Stadtgesellschaft heraus. Trotz angespannter Finanzlage, wie in allen Kommunen, will man den Schneebergern und Gästen etwas bieten.

Jubiläum aus der Mitte der Stadtgesellschaft

Doch nicht etwa mit teuren Bands oder Events, sondern vielmehr mit kleinen Formaten. „Das Konzept ist so angelegt, dass die Stadt ihr 555-jähriges Jubiläum feiert“, sagt Bürgermeister Ingo Seifert. Und kleine Formate, damit sind Dinge gemeint, wie der Schieböcker-Wettbewerb, das Mensch-Ärgere-Dich-Turnier oder das Schneeberger-Gelage. Seifert ist überzeugt: „Wir werden denke ich eine große Resonanz haben.

Es sind alle eingeladen, gemeinsam zu speisen, etwas zu erleben und Spaß zu haben. Ich denke, das macht es aus.“ Schneeberg sei nie die reichste Stadt gewesen: „Wir haben aber immer aus dem, was wir konnten und was wir hatten, das Beste gemacht. Und in diesem Zeichen soll auch dieses Fest stehen.“

Kleine Formate statt teurer Großevents

Mit dem 530.Bergstreittag sind die Schneeberger heute in die Jubiläumsfesttage gestartet. Die große Bergparade, diesmal mit 475 Habitträger und Bergmusikanten, der Berggottesdienst in St. Wolfgang und das große Abschlusszeremoniell auf dem Markt gehören dazu. „Diese Tradition wollen wir pflegen und erhalten.

Der Bergstreittag ist eine der großen Bergparaden im Jahr und die große Bergparade im Sommer“, sagt Ray Lätzsch, Vorsitzender des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine, der überlegt hat: „Was würden wohl unsere Altvorderen sagen, wenn sie diese Stadtentwicklung und die berg- und hüttenmännischen Traditionen sehen würden? Ich glaube, sie wären stolz.“

Das Landesbergmusikkorps Sachsen - Musikkorps der Bergstadt Schneeberg spielt eine zentrale Rolle – anlässlich der 555 Jahre hat Landrat Rico Anton das Orchester um Landesbergmusikdirektor Jens Bretschneider zum Botschafter des Erzgebirges ernannt.

Damit würdigt man das jahrzehntelange Engagement des Orchesters für die Pflege, Bewahrung und Weiterentwicklung der bergmännischen Musikkultur im Erzgebirge. Für Ingo Seifert war es nicht nur als Bürgermeister ein besonderer Tag, sondern auch persönlich, denn er hat die Standarte des Musikkorps der Bergstadt Schneeberg zur Bergparade getragen und sagt: „Mein Respekt vorn den Habitträgern.“

Freizeit, Kultur und Begegnung in der Bergstadt

Bis Sonntag gibt es in der Stadt einiges zu erleben – Samstag 11 Uhr steht unter anderem Simultanschach auf dem Programm - dort können Interessierte gegen die mehrfache Deutsche Meisterin Saskia Teucher antreten. Einige Plätze sind noch frei. Auf der Vereinsmeile präsentieren sich Akteure, die in der Stadt für vielfältige Freizeitangebot vom Sport bis zur Kultur sorgen.

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