Hilfe für Familien: Minister Dulig will Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen

Programm Tandem Sachsen gestartet

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Foto: Mikolette/Getty Images

Nach der ersten Bewilligung im Dezember 2017 ist Tandem Sachsen nun in allen neun Modellregionen des Freistaates gestartet. Dabei handelt es sich um die Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz sowie die Landkreise Mittelsachsen, Vogtlandkreis, Bautzen, Görlitz, Meißen und Nordsachsen.

Dulig: "Müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen"

Langzeitarbeitslosigkeit stellt besonders für Familien mit Kindern eine schwere Belastung dar. Oft sind die vielschichtigen Ursachen der Langzeitarbeitslosigkeit in der Familiensituation begründet, gleichzeitig finden sich dort auch Lösungsansätze."Wir wollen Familien besser dabei unterstützen, Wege aus der Langzeitarbeitslosigkeit zu finden. Dazu müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen", so Arbeitsminister Martin Dulig.

Verbesserte Bildungschancen sind wichtig

Tandem Sachsen setzt nicht bei dem einzelnen Langzeitarbeitslosen an, sondern nimmt die gesamte Familie in den Blick. Dieser neue Ansatz einer ganzheitlichen, familienorientierten Beschäftigungsförderung richtet sich an von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Familien (Elternpaare und Alleinerziehende), die mit ihren Kindern in einer Bedarfsgemeinschaft leben.

Ziel ist es, nach Möglichkeit die Eltern in ein nachhaltiges Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln und gleichzeitig Kinder und Jugendliche die bestmögliche Familienförderung zu ermöglichen. Integrierte Beratungsteams - in der Regel Sozialpädagogen oder Psychologen - begleiten dabei die Familien. Nach dem Prinzip des Tandems erfolgt über die Regelangebote hinaus eine intensive Betreuung aus einer Hand in Kooperation mit den Jobcentern und den Jugendämtern. Die Auswahl der am Projekt teilnehmenden Familien erfolgt über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter.

"Mit Tandem Sachsen können wir die Eltern gezielt beraten und unterstützen und gleichzeitig die Kinder und Jugendlichen stark machen. Besonders wichtig sind uns verbesserte Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen", erklärt Minister Dulig weiter. Das kann beispielsweise über individuelle Lernförderung erreicht werden, aber auch Angebote im kreativen, sportlichen oder musischen Bereich sind möglich.

Mittel kommen aus Fonds und vom Land

Für Tandem Sachsen stehen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln in den kommenden drei Jahren 9,2 Millionen Euro zur Verfügung. Alle Jobcenter, die im Vorfeld gemeinsam mit dem zuständigen Jugendamt ihr Interesse bekundet haben, nehmen teil und haben mit der Programmumsetzung begonnen.