Hinter den Kulissen vom neuen „Erzgebirgskrimi“: Erzgebirger erzählt von seinem Auftritt als Komparse in Jöhstadt

Oliver Richter aus Großrückerswalde stand erneut als Komparse für den „Erzgebirgskrimi“ vor der Kamera. Er erzählt von Dreharbeiten in Jöhstadt, vielen Wiederholungen und einer ganz besonderen Requisite.

Jöhstadt

Oliver Richter (59) aus Großrückerswalde durfte in der vergangenen Woche ans Set vom ZDF-Erzgebirgskrimi und einmal selbst Filmluft schnuppern. Denn er wurde für eine der Komparsenrollen für den 19. Teil mit dem Arbeitstitel „Königinnen“ (BLICK.de berichtete) ausgewählt, der aktuell im Erzgebirge gedreht wird.

Wiederholungsbedarf

Doch das war nicht das erste Mal, dass der 59-Jährige beim „Erzgebirgskrimi“ dabei war. Auch beim 14. Teil „Mordholz“ war er im vergangenen Jahr bei den Dreharbeiten dabei. Das hatte ihm so gut gefallen, dass er sich direkt wieder bewarb.

Komparsen gleich am ersten Drehtag dabei

Die Dreharbeiten startete am Mittwochmorgen in Jöhstadt. Hier mussten sich die Komparsen gleich am allerersten Drehtag mit am Set einfinden. „Gedreht wurde auf dem Markt, so wie man munkelte eine Schlüsselszene“, verrät der Erzgebirger freudig. Das Drehbuch kennen die Komparsen jedoch nicht. Dennoch konnte Oliver ein paar wenige Details vom Dreh verraten. „Die Szenerie war passend zur Jahreszeit: Herbst. Daher hieß es für uns als Komparsen – herbstliches Outfit.“

„Nie in die Kamera gucken!“

Acht Komparsen habe Oliver an diesem Tag am Set gezählt, einige kannten sich sogar vom letzten Dreh oder aus der Region. „Meine Drehpartnerin war die Inhaberin des Eis-Cafés Bartsch am Markt in Jöhstadt. Unsere Aufgabe war es im Hintergrund auf dem Marktplatz in Jöhstadt einfach vorbeizulaufen.“ Die wichtigste Regel lautete dabei stets: „Nie in die Kamera gucken!“

Olivers Auto wurde zur Requisite

Auch Olivers privater PKW wurde schnurstracks als Requisite für gut befunden und in die Szenerie eingearbeitet. „Farbe und Modell waren der Regieassistentin wichtig. Und so wie die Szene gedreht wurde, war wohl unser Privat-PKW mehr im Bild als ich als Komparse“, lacht er heute darüber.

Die Herausforderungen am Filmset in öffentlicher Kulisse

Doch einfach auf einem Marktplatz in einer belebten Umgebung einen Film zu drehen ist gar nicht so einfach. Alles muss abgesperrt werden, die Leute stellen fragen und wollen, wie sonst auch, die Wege nutzen.

„Trotz der Absperrungen hat es immer mal wieder ein Auto oder gar LKW geschafft, die Szene zu stören. Dann hieß es „Schnitt“ und Neustart. Auch Passanten mussten immer wieder zum Verlassen des Drehorts angehalten werden“, berichtete der Großrückerswalder von seinen Erlebnissen vor Ort. Das führte natürlich dazu, dass einzelne Szenen sehr viele Male wiederholt werden mussten.

„So haben wir beim Dreh einige tausend Schritte auf dem Markt hoch und runter zugebracht. Was sogar dazu führte, dass eine Anwohnerin aus ihrem Haus herauskam und fragte, warum wir hier andauernd hin und her laufen müssten, uns bedauerte und uns sogar eine Tasse Kaffee kochen wollte.“

Hauptdarstellerin beim Mittag getroffen

Gemeinsam mit der Crew ging es dann zum Mittag ins Basislager, was als mobile Infrastruktur der Filmproduktion dient. Dort stehen beispielsweise Aufenthalts- und Garderobenwagen, Maskenwagen und Kostümwagen. Und eben auch das Catering.

„Im Basislager war dieses Mal auch Hauptdarstellerin Teresa Weißbach mit dabei – sie fehlte mir noch in der Selfie-Sammlung der Hauptdarsteller“, freute sich Oliver, der endlich ein Foto mit der Hauptdarstellerin bekam.

Die nächste Szene im Drehplan war dann ohne Komparsen, weshalb der Tag am Set für Oliver nach dem Mittag bereits zu Ende war. „Alles im allen war es ein aufregender Tag am Set und nein, es ist kein Blut geflossen“, fasst er seine Zeit am Set lächelnd zusammen.

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