Hobby-Bäcker sorgen für lange Schlangen

Handwerk Im Backhaus pflegt man Tradition

Bad Schlema. Der Duft von frisch gebackenem Brot und Kuchen liegt in der Luft - vor dem Backhaus in Bad Schlema bilden sich rasch lange Warteschlangen. Wenn der Backhausverein den historischen Lehmbackofen anwirft und wie zu Urgroßmutters Zeiten bäckt, sind das normale Bilder. Das Interesse am alten Handwerk ist seit der Eröffnung des Backhauses 2004 ungebrochen. Sobald sich die Türen zur Backstube öffnen, sind Neugierige zur Stelle, die den Vereinsmitgliedern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Das Backen im alten Ofen ist immer wieder aufs Neue eine spannende Sache - die ursprüngliche Kraft des Feuers bringt immer wieder Überraschungen. Genau den richtigen Zeitpunkt abzupassen, wenn Brot und Kuchen ausgebacken sind, erfordert Fingerspitzengefühl und eine ganz Menge an Erfahrung. Die Hobby-Bäcker sind mit Herz und Seele bei der Sache, wenn es darum geht, Leckeres zu zaubern. Birgit Tanger, die von der Insel Usedom stammt, ist derzeit in Bad Schlema zu Gast und hat die letzte öffentliche Schauback-Veranstaltung in diesem Jahr genutzt, um sich umzuschauen und zu staunen, was der Backhausverein auf die Beine stellt. "Ich finde das Ganze sehr interessant. Es ist eine gute Idee, dass man die Tradition pflegt und das alte Handwerk auf diese Art aufleben lässt", sagt Tanger und erzählt weiter: "Mein Großvater war Bäcker. Von daher kenne ich solche alten Öfen."