Hochscheidts Tor zum Klassenerhalt bleibt unvergessen: Warum Fans dem FC Erzgebirge Aue verfallen sind

80 Jahre FC Erzgebirge Aue - Teil 6: Wie der FC Erzgebirge Aue das Leben seiner Fans prägt

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"Die Fans sind eine Macht, wer keine hat gute Nacht. Und sind es auch nur sieben oder acht, es sind Fans und Fans sind eine Macht" - so hat es einst einer der bekannteste DDR-Schlagerstar, Frank Schöbel besungen. Der FC Erzgebirge Aue hat eine große Anhängerschaft. Die "Schachter" sind zwischen Oberwiesenthal und Stollberg, zwischen dem Vogtland und Olbernhau zuhause.

Manch einer kommt aber auch aus ganz anderen Ecken Deutschlands und hat trotzdem sein Herz an die Veilchen verloren.

Persönliche Geschichten mit dem Verein

Und jeder einzelne verbindet ganz persönliche Geschichten mit dem Verein. Stefan Haberer aus dem vogtländischen Auerbach ist seit vielen Jahrzehnten FCE-Fans: "Ich war schon als Kind immer da. Das war dann in den letzten Jahren der DDR-Zeit", sagt der heute 50-Jährige. Heute gehe er mit seinem Sohn zum Fußball. "Es ist schon sehr emotional, den Verein über so viele Jahre begleiten zu können. Früher mit meinem Vater, meinem Opa und jetzt mit meinem Sohn im Stadio zu sein, das berührt mich am meisten." Es gebe ganz viele prägende Erinnerungen.

"Mein Sohn war Einlaufkind, hat die Spieler getroffen - das erlebe ich sehr intensiv." Der Verein sei sehr bodenständig und stehe für Fannähe. Haberer findet es auch Klasse, dass der FCE sein Jubiläum feiert. "So etwas kann man doch nicht von der Tabellensituation abhängig machen."

Alles oder nichts

Das sieht Cornelia Keßler anders. Die Situation sei viel zu kompliziert: "Ich finde es in dieser Phase nicht gut. Wir können später feiern, wenn die Kuh vom Eis ist. Dann können wir eine Sause machen bis das Stadiondach abhebt." Unvergessen bleibt für sie das Auswärtsspiel Mai 2013 bei Sandhausen.

Jan Hochscheidt traf zum 1:0 aus Auer Sicht und sicherte seinem Verein damit den Klassenerhalt. "In Sandhausen musste man einfach mit gewesen sein. Dort ging es ja damals um alles oder nichts", sagt Kessler.

Zusammenhalt in guten wie in schlechten Zeiten

Romy Klebsch aus Breitenbrunn hat sich schon Anfang Februar ihr Ticket für den Festakt gesichert. Sie findet es Klasse, dass dieser offen für alle ist und nicht Sponsoren vorbehalten ist. "In guten wie in schlechten Zeiten müssen wir zusammenhalten und zur Mannschaft gehören", so die 53-Jährige.

Klasse findet sie den Support. "Das sind besondere Erlebnisse für mich."

Heiliges Trikot

Auch Kim Tippmer aus Cranzahl und ihre Familie sind Aue eng verbunden. Die 23-Jährige erinnert sich an ein Spiel im Dezember gegen Greuther Fürth: "Damals war Pascal Testroet noch hier und da habe ich sein Trikot bekommen." Das Trikot hütet sie noch immer wie einen Schatz.

"Das ist heilig, das darf keiner anfassen", so die junge Frau, die noch immer großer Testroet-Fan ist und ihm auch bei anderen Vereinen die Treue hält.

 

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