Hochsommer im Erzgebirge: Temperaturen von 33 bis 36 Grad

Sommer Wasser muss in Talsperre gepumpt werden

Lange musste man auf ihn warten und nun ist er da. Der Hochsommer 2020. Mit Temperaturen von über 33 bis 36 Grad und Sonne pur verwöhnt dieser nun Deutschland. Einzige Schönwetterwolken bedecken den Himmel und sorgen den einen oder anderen Schattenfleck. Hunderte Menschen zog es am Samstag raus in die Natur. Egal ob Wandern, im Schatten relaxen oder eine Abkühlung im Wasser, viele zog es raus. Am Greifenbachstauweiher in Geyer tummelten sich am Samstag hunderte Besucher.

Nahezu alle Parkplätze waren belegt. Viele suchten hier eine Erfrischung im kalten Wasser. Dem einen Freud ist dem anderen Leid. Durch die Hitze, die auch in den kommenden Tagen anhalten wird, steigt die Trockenheit und somit auch die Waldbrandgefahr stark an. Im Erzgebirge gilt nun die Warnstufe 3 (mittlere Waldbrandgefahr). In Teilen Mittelsachsens und Chemnitz bereits die Stufe 4 (hohe Waldbrandgefahr). In Teilen Nordsachsen sogar die größte Warnstufe 5 (sehr hohe Waldbrandgefahr).

Talsperre muss künstlich Wasser zugeführt werden

Die Talsperre in Cranzahl im Sehmatal führt mittlerweile so wenig Wasser dass diese nun unter anderem mit Pumpen versorgt werden muss. Aus der "weißen Sehma" an der Vierenstraße im Sehmataler Ortsteil Neudorf pumpt eine Pumpe nun Wasser in den Talsperrengraben, der wiederum in die Talsperre Cranzahl fließt. Dazu wurde ein künstlicher Damm geschaffen um das Wasser abpumpen zu können. Zudem wurde eine Wasserleitung durch den Wald verlegt. So soll der Wasservorrat der Talsperre aufgefüllt und verbessert werden. Die Talsperre hat aktuell einen Füllstand von 1,72 Millionen Kubikmeter Wasser. Dies entspricht einen Füllstand von 60 Prozent. Das Stauziel der Talsperre liegt bei 2,85 Millionen Kubikmeter Wasser. Wie Paul Schaarschmidt Pressesprecher vom Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge e.V. berichtet gab es in den letzten Tagen auch mehrere Feld -und Waldbrände aufgrund der Trockenheit.

Appell der Feuerwehr

In Satzung gab es gestern zum Beispiel einen Feldbrand. In Grünhainichen am heutigen Samstag einen Schwelbrand in einem Waldstück. Hier mussten hunderte Meter Schlauchleitung verlegt werden. Von Seitens der Feuerwehr gibt es nun einen Appell. "Wir im Erzgebirge haben mittlerweile die Waldbrandstufe 3, bald sicherlich die 4. Sollten Wanderer einen Brand entdecken, wird gebeten diesen sofort über den Notruf 112 zu melden. Zudem sollte darauf geachtet werden dass die Rettungskräfte eingewiesen werden und Zufahrtswege freigehalten werden. Außerdem sollten keine Tiere oder Kinder im Auto zurückgelassen werden da bei den hohen Temperaturen Lebensgefahr besteht" erläutert Paul Schaarschmidt. Hitzegewitter könnten kommende Woche örtlich etwas an Regen bringen. Ein flächendeckender Landregen ist aber nicht in Sicht. Somit setzt sich die Trockenheit weiter fort.