Hochwasserrückhaltebecken eingeweiht

Schutz Becken verbessert Hochwasserschutz um Würschnitz

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Südlich von Neuwürschnitz gibt es jetzt ein neues Hochwasserrückhaltebecken. Foto: Ralf Wendland

Neuwürschnitz. Im Tal des Beuthenbachs, südlich der Ortschaft Neuwürschnitz, ist ein Hochwasserrückhaltebecken gebaut worden - ein imposantes Bauwerk, das mitten in der Landschaft steht. Nach nur drei Jahren Bauzeit ist es jetzt vollendet.

Naturnahe Gestaltung

Die Hochwasserschutzanlage ist ein Steinschüttdamm mit innenliegender Asphaltbetondichtung. Ein Auslaufbauwerk mit einer Stauwand ist in den Damm integriert worden. Was naturnah gestaltet worden ist, ist eine sogenannte Ökoschlucht. Also ein nach oben offener Durchlass. Dieser ermöglicht es Landtieren und Wasserlebewesen, das Bauwerk zu durchqueren.

Der mit Hilfe von Steinriegeln geschaffene mäandrierender Flusslauf gibt Fischen auch bei Niedrigwasser die Möglichkeit, durchzuschwimmen. Das Becken wird nur bei Hochwasser eingestaut. Die Schütze schließen sich, wenn die Zuflüsse größer sind als fünf Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Was an den Unterlauf in dem Moment abgegeben wird, sind dann lediglich noch 1,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. So können Hochwasserspitzen im Becken zwischengespeichert werden.

Auch Treibgut kann gefiltert werden

Positiv ist auch, dass Treibgut und Geschiebe zurückgehalten werden und somit flussabwärts keine Schäden verursachen können. Der Gesamtstauraum beträgt 1.029.000 Kubikmeter und die Stauseefläche bei Vollstau 25,53 Hektar. Finanziert wurde das Projekt durch Bundesmittel. Die Kosten für das Hochwasserrückhaltebecken Neuwürschnitz belaufen sich auf rund 21,8 Millionen Euro.

Mit der Fertigstellung des Hochwasserrückhaltebeckens verbessert sich der Hochwasserschutz für die Anlieger entlang der Würschnitz zum Teil erheblich. Der Bau bringt ein ganzes Stück mehr Sicherheit im Hochwasserfall.