Hochwasserschaden wird beseitigt

Förderung Erstes Kombibecken der Zentralkläranlage Wolfsgrün geht in Betrieb

Die Zentralkläranlage des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) in Wolfsgrün hat eine hohe Bedeutung. In ihr werden die Abwässer im Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperre Eibenstock behandelt. Im Jahr 1994 wurde der mechanische Aufbereitungsteil zunächst für 25.000 Einwohner gebaut und konzipiert. Für 16.000 Einwohner wurde nur zwei Jahre später die biologische Reinigungsstufe gebaut. Dann kam der Juni 2013 und mit ihm ein Hochwasser, das die beiden Kombibecken stark beschädigte. Die Betonbecken wurden durch die Wassermassen regelrecht ausgehoben. Die Schäden waren enorm.

Ein Ersatzneubau musste her. "Baubeginn war im April dieses Jahres", sagt André Clauß, Oberbauleiter bei der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge GmbH.

Nun ist ein Becken fast fertig und soll Ende November in Betrieb genommen werden. Die Besonderheit: Ein Kombibecken besteht sowohl aus dem Belebungsbecken als auch aus dem Nachklärbecken. Vor ein paar Tagen wurde als wesentlicher Schritt die Nachklärbeckenräumerbrücke montiert. Übernommen hatten dies Jörg Altenburg, Jan Haberland und Lars Bennemann von der Firma AWT aus Eisleben. Um die imposante Brücke zu bewegen, kam ein Kran zum Einsatz.

Um im Fall neuer Hochwasserereignisse besser geschützt zu sein, wurde das Gewicht der Becken deutlich erhöht. Die Stahlbetonwände sind nun deutlich dicker und dadurch deutlich schwerer. Oberbauleiter Clauß: "Damit wird natürlich die Auftriebssicherheit erhöht."

Die Kosten für die Baumaßnahme, die erst im August 2016 komplett abgeschlossen sein soll, liegen bei insgesamt 2,3 Millionen Euro. Die Mittel stammen von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) aus einem Programm zur Hochwasserschadensbeseitigung.