Hoffnungsträgerin fährt motiviert nach Belgrad

Leichtathletik Rebekka Haase vertritt den LV 90 Erzgebirge

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Augen zu und durch: Rebekka Haase (vorn) will ins EM-Finale. Foto: A. Bauer

Gelenau. Aus lokaler Sicht ruhen die Hoffnungen bei der Hallen-Europameisterschaften der Leichtathleten, die bis zum Sonntag in Belgrad ausgetragen werden, allein auf Rebekka Haase. Die Sprinterin des LV 90 Erzgebirge wird auf der serbischen Tartanbahn an den Start gehen - und hat sich viel vorgenommen.

Dass der Einzug ins 60-Meter-Finale durchaus ein realistisches Ziel ist, konnte die Herolderin zuletzt bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften beweisen. In Leipzig präsentierte sie sich in bärenstarker Form. Gerade mal zwei Hundertstelsekunden blieb Rebekka Haase über ihrer persönlichen Bestzeit - und hinter der Siegerin Gina Lückenkemper aus Dortmund. 7,16 Sekunden bescherten ihr die Silbermedaille.

Doch auch einen Titel brachte die Erzgebirgerin aus der Messestadt mit heim, denn über 200 Meter war sie wie in den letzten drei Jahren nicht zu schlagen. In 22,77 Sekunden lief sie so schnell wie keine andere deutsche Frau seit 19 Jahren in dieser Disziplin. Einmal mehr zeigte die 24-Jährige, dass sie stets zum richtigen Zeitpunkt topfit ist.

Umso motivierter ist Rebekka Haase für die Europameisterschaft in Belgrad, wo ihre Vereinskollegin Christina Schwanitz allerdings fehlen wird. Die Kugelstoßerin lieferte zwar in Leipzig mit 18,50 Metern einen weiteren Beleg für ihre Stärke ab, wird aber trotz des DM-Titels nicht zum deutschen Aufgebot in Belgrad gehören. "Das war mein letzter Wettkampf 2017", verkündete die Meisterin nach den deutschen Titelkämpfen und nannte den Grund: "Ich bin schwanger." Die Geburt soll im Juli erfolgen.