Hohenecker Orgel soll 2021 wieder erklingen

Aufbau Orgelbauer Josef Poldrack saniert das Instrument

Stollberg. 

Stollberg. Die Orgel von Hoheneck wird saniert - Orgelbauer Josef Poldrack hat sich dem guten Stück mit dem Ziel angenommen, dass man das Instrument nach der Sanierung wieder spielen kann. Der gebürtige Hallenser hat seine Werkstatt in Chemnitz.

Auftragswert liegt bei 90.000 Euro brutto

Seine Vermutung geht dahin, dass die Orgel aus dem Jahr 1862 stammt, hergestellt von Bruno Kircheisen. Poldrack hat recherchiert und einige Kirchen ausgesucht, wo noch Kircheisen-Orgeln stehen. Aus Erfahrung weiß der Wahlchemnitzer, dass Orgeln früher auch gern umgebaut worden sind. Doch in Stollberg handle es sich um ein Instrument, dass noch komplett im Originalzustand erhalten ist.

Die Orgel wird Josef Poldrack weit über ein Jahr beschäftigen. Den Wert der Orgel zu beziffern fällt ihm schwer - der Auftragswert liege bei rund 90.000 Euro brutto. Wann die Orgel zum letzten Mal gespielt worden ist, könne man aktuell nicht sagen. Dazu müsse man wahrscheinlich Zeitzeugen befragen. Dem Zustand nach zu urteilen, stehe sie schon sehr lange still. "Was wir an Schmutz und Schutt rausgeschafft haben, ist unglaublich", so Poldrack, der schon fast von einer Ruine spricht. Das Instrument hat im Laufe der Jahre einiges abbekommen und ist stark beschädigt.

Wie hat die Orgel einst geklungen?

Das große Ziel ist es, die Orgel bis 2021 fertigzustellen. Der Wiederaufbau ist das eine, der Klang das andere. "Deshalb bin ich auf der Suche nach vergleichbaren Instrumenten, damit man sich ein Bild machen kann, wie die Orgel einst geklungen haben muss." Ansonsten gilt es jetzt, alle kaputten Pfeifen zu reparieren und die fehlenden zu rekonstruieren und zu ergänzen.