Hohndorfer Schule gewinnt Preis für Modelleisenbahn

Engagement Nach sechsjährigen Bestehen feiert AG Modelleisenbahngruppe großen Preis

Stollberg/Hohndorf. 

Stollberg/Hohndorf. In einem Jahr, wo es doch fast nur negative Nachrichten gibt, gibt es auch Lichtblicke. Denn hier in dieser Schule wird gewerkelt, zwar durch "Corona" etwas eingeschränkt, aber es funktioniert.

Wie alles begann

Durch die Arbeit im Aphasikerzentrum Südwestsachsen e.V. entdeckten Detlef Kusche und Sieghardt Neubert ihr gemeinsames früheres Hobby wieder - die Modelleisenbahn. Und irgendwann war der Gedanke geboren, eine Selbsthilfegruppe Modelleisenbahn aufzubauen. Diese Gruppenarbeit schult die Spontansprache, die Feinmotorik, den Teamgeist und nicht zuletzt erhöht es das Selbstwertgefühl. Die Tätigkeit der Selbsthilfegruppe (SHG) begann im Juni 2014.

Erst trafen sich die Mitglieder in einem Raumcontainer, aber Baumängel und der Platzmangel erschwerten die weitere Nutzung dieser Werkstatt. Im Mai 2016 folgte dann der Umzug in die ehemalige Schulküche. Tatkräftig halfen die Mitarbeiter des Bauhofes mit. Der Bürgermeister und der Gemeinderat standen dabei immer hinter dem Projekt.

Auch die Kinder sahen, dass sich hier etwas bewegt und wurden so auf das Projekt aufmerksam.

Schule suchte Projekte für ihr Ganztagsangebot

Was lag also näher als der Schulleitug eine Zusammenarbeit im Rahmen des GTA anzubieten und eine Arbeitsgemeinschaft Modelleisenbahn mit interessierten Schulkindern zu gründen. Trotz einiger Zweifler startete unser GTA Projekt mit dem Schuljahr 2016/17 und wird bis heute erfolgreich fortgesetzt.

Das Konzept

Gesundheitlich eingeschränkte Erwachsene leiten gesunde Grundschulkinder in einer AG an. Dies ist bundesweit einmalig und fand mit dem Gewinn des Preises "Werkstatt Modelleisenbahn" bei der Ausschreibung "Spielen macht Schule", im Oktober 2018, bundesweit Anerkennung und mit der Einladung in die Sächsische Staatskanzlei zum Festbankett beim Ministerpräsidenten Michael Kretschmer mit einem Teil der Schüler einen weiteren Höhepunkt.

In diesem Jahr gab es wieder diesen Wettbewerb "Spielen macht Schule" und die Schulleiterin überlegte, ob es nach dem Gewinn überhaupt Sinn macht, wieder daran teilzunehmen. Die Hoffnung auf den Gewinn eines Preises überwog und wurde jetzt belohnt. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren gewannen die Schüler und die Modelleisebahnexperten des Aphasikerzentrums den gleichen Preis. Die Freude unter allen Beteiligten, auch bei Schulleiterin Frau Hausmann und den Hohndorfer Bürgermeisters Herrn Groschwitz, war riesengroß. Jetzt wurden die Pakete und Kartons ausgepackt. Es war ein großer Bahnhof mit vielen kleinen Modellen, die die Schüler gleich an einer Anlage testen wollten.