Holzspäne sind nicht nur Abfall

Tipp Sonderausstellung im Serpentinsteinmuseum in Zöblitz

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In Zöblitz dreht sich die Pyramide. Foto: Ilka Ruck

Zöblitz. Auch in Zöblitz dreht sich die Pyramide im Advent. Gleich nebenan, im Serpentinsteinmuseum gibt es noch bis 25. Februar eine Sonderausstellung zu bestaunen. Dabei zeigt die gebürtige Seiffnerin Bärbel Seifert, wie einfallsreich ein vermeintliches Abfallprodukt zum Einsatz kommen kann.

Produktpalette längst nicht ausgeschöpft

Die im Museum integrierte Sonderausstellung "Holzspankreationen" wird erstmals von ihr ganz allein bestritten. Bärbel Seifert liebt ihr Hobby. Diese Art der kunstvollen Verarbeitung hauchdünn gezogener Hobelspäne geht auf eine mehrere Jahrhunderte alte erzgebirgische Tradition zurück. Damals tatsächlich als Abfallprodukt verwendet, werden heute die Hobelspäne aber exakt gezogen.

Als Ausgleich zur hektischen Berufswelt hat sich die einst gelernte Spielzeugmacherin so seit 2007 ein zweites Standbein geschaffen. Ihre Produktpalette ist längst nicht ausgeschöpft. Immer wieder kommen neue Ideen, wobei die Grundformen - Kreise oder Tropfen- vorgegeben sind. Geschickt entstehen auf diese Weise unzählige Blumen- und Sternvarianten als Baumbehang und Fensterbild. Außerdem hat sich Bärbel Seifert auf die Herstellung geflochtener Holzspanschachteln und Puppenstubenfloristik spezialisiert.