Hortkinder löchern Stadträte mit ihren Fragen

Projekt Kinder wollen es ganz genau wissen

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Hortkinder haben Stadträte von Aue mit ihren Fragen gelöchert - vorn im Bild Anton Schneider, der stellvertretende Vorsitzende des Hortrates. Foto: R. Wendland

Aue. Im Auer Hort "Weltentdecker" beschäftigen sich Kinder mit Demokratie und das sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Das Projekt "Demokratie oder Gewalt - Fluch oder Segen für Hortkinder?" wird über das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" und das Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert. Um Kommunalpolitik näher kennenzulernen, haben sich die Hortkinder Auer Stadträte zu sich in die Einrichtung eingeladen. Dort hatten die Grundschüler Gelegenheit, ihre Fragen loszuwerden. Im Vorfeld wurden die Bürgervertreter bereits in Form von Fragebögen interviewt. Die Kinder haben sich dafür interessiert, was im Stadtrat passiert und worüber man dort berät. Die Runde mit den Stadträten hat der Nachwuchs genutzt, um ein Thema anzusprechen, was vielen schon lange unter den Nägeln brennt: eine Schaukel für den Außenbereich. Doch das ist nicht ganz so einfach. Stadtrat Hans-Peter Eichmann ist dennoch optimistisch, dass sich dieses Vorhaben umsetzen lässt, vielleicht schon im kommenden Jahr. Auch für die Erwachsenen war die Gesprächsrunde interessant. Für Stadträtin Claudia Ficker hat das etwas mit Demokratie-Bildung zu tun: "Stadträte sind keine grauen Eminenzen, sondern Leute aus der Mitte der Stadt, die jederzeit angesprochen werden können. Es ist gut, wenn Kinder die Scheu verlieren und wissen was gemacht wird." Es sei wichtig, so Stadträtin Heidemarie Bammler, mit den Kindern zu arbeiten und so zu erfahren, was ihnen an Aue gefällt und wo die Interessen liegen.