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How to make a Karzl Movie?: Jens Rosemann gibt Einblicke in seine Arbeit

Film Das Karzl ist zum Botschafter gereift

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Ein kleines aber umso nachhaltiger wirkendes Utensil einer zünftigen Weihnachtszeremonie wurde im Neuen Konsulat zu Annaberg in den Blickpunkt gerückt: Das Räucherkerzchen. Lachmuskeltrainierte kunstsinnige Fans wollten wissen, wie ein zum Markenzeichen gereiftes Männchen auch als Held in einem Videofilm entsteht: Das Karzl. Das Strichmännchen ist längst zum Botschafter des Neudorfer Räucherkerzchen-Herstellers Jürgen Huss gereift.

Nach der Karzl-Episode ist vor der Karzl-Episode

Unter dem Titel "How to make a Karzl Movie...?" öffnete Trickfilmmacher Jens Rosemann seine Computerdateien und tauchte mit dem Publikum mittels virtueller Gestaltungswelt in seine Werkstattarbeit ein. Der in Leipzig agierende Künstler wusste mit extra angefertigten Strichmännelbildern seinen Arbeitsalltag zu skizzieren. "Nach einer Karzl-Episode ist vor einer Karzl-Episode", so der 43-Jährige. Denn trotz der Erfahrung von bislang zwei Handvoll Produktionen und dem Schwur, nicht erst auf den letzten Drücker eine weitere Folge abzudrehen und bereits im Januar des neuen Jahres zu beginnen, bleibt das Projekt regelmäßig ein Termindruckritt.

Das Rampenlicht ist nicht so sein Ding

Die Gäste bekamen ein Gespür, warum der Job erhebliches Kopfzerbrechen bereitet und jede Menge schöpferischer Energie abverlangt. Knackpunkt: das thematische Ringen um die jeweilige Spielidee und die dramaturgische Realisierung. Tausende am digitalen Bildschirm gezeichnete Bilder ergeben das Gesamtwerk. Ein Computerarbeitsplatz samt Software ist wichtigstes Arbeitsmittel. Seit über elf Jahren erfreuen die unter dem Label "Kumpels & Friends Animation" produzierten Trickfilme die zuschauenden Kunden. "Ich friemle lieber im stillen Kämmerlein, aufs Stichwort selbst im Rampenlicht zu agieren, ist nicht mein Ding", so Jens Rosemann.