Hunderte Techno-Fans aus dem Erzgebirge werden zur „Rave Nation“

Vor dem ehemaligen Zschopauer MZ-Werks haben klassische Elektro-Beats Erinnerungen an die 1990er- und 2000er-Jahre geweckt. Obwohl das Wetter zunächst Sorgen weckte, war das Publikum groß und begeistert.

Zschopau

Als er am Freitagabend in Wolfsburg das KP-One-Festival eröffnete, da machte Andreas Falk noch die enorme Hitze zu schaffen. „Es waren mehr als 35 Grad“, berichtet der Zschopauer, der vielen besser bekannt ist als DJ Andy LaToggo. Zeit zum Ausruhen blieb danach kaum, denn nach kurzer Nacht im Hotel ging es am frühen Samstagmorgen zurück in die erzgebirgische Heimat.

Dort stand gleich das nächste Highlight auf dem Programm: Zum zweiten Mal ging am ehemaligen Zschopauer MZ-Werk die „Rave Nation“ über die Bühne. Zunächst machte sich Falk noch leichte Sorgen. Diese waren aber unbegründet, wie sich herausstellen sollte.

Auch Petrus scheint Techno-Fan zu sein

„Auf einmal war das Wetter ganz anders“, berichtet der Veranstalter, der schon die ganze Woche über mit mulmigen Gefühl auf die Wetter-App geschaut hatte. Kühle Temperaturen und Regen waren – mal mehr und mal weniger – angekündigt, doch pünktlich zu Beginn der Veranstaltung hatte Petrus ein Einsehen. „Wenn Andy schönes Wetter bestellt, klappt das immer“, so Falk über die letztlich guten Rahmenbedingungen.

Zwar war es nicht ganz so warm, aber dafür trocken. „Für dieses Wetter sind wir absolut zufrieden“, freute sich der Gastgeber über den gut gefüllten Platz vor der MZ-Kultstätte.

Viele Bekannte von früher wiedergetroffen

Selbst kurz vor Mitternacht kamen noch Besucher, um sich von Elektro-Beats mitreißen zu lassen. Neben Falk legten auch Paul Dyfran, Aquagen und Sunbeam auf, um mit ihren neu gemixten Versionen Hits der 1990er- und 2000er-Jahre zu neuem Leben zu erwecken. „Damit spricht man die ältere Zielgruppe genauso an wie die junge“, sagt Andy LaToggo.

Das Publikum bestand tatsächlich aus einem Mix an Generationen. Bei so manchem Gast wurden Erinnerungen an die eigene Jugend wach, als direkt nebenan in der damaligen Discothek des alten MZ-Werks getanzt und gefeiert wurde. „Es waren viele bekannte Gesichter dabei“, freute sich Falk, der kurz nach der Jahrtausendwende selbst in dieser Disco aufgelegt hatte.

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