Ihre Herzen schlugen für den Motorradbau in der Heimat: Zwei Erzgebirger würden Jubiläen feiern

In Gedenken an Hans Sprung und Hans Kleeberg aus Zschopau

Zschopau

Sie waren zwei Zschopauer Urgesteine, die mit der Motorradproduktion und dem Motorsport der Region eng verbunden waren. Hans Sprung wäre am heutigen Dienstag 125 Jahre alt geworden, Hans Kleeberg am 15. Mai 120 Jahre alt.

Hans Sprung: Ein Leben für den Motorradbau

Hans Sprung wurde am 20. Mai 1900 in Zschopau als Sohn des Werkmeisters Paul Sprung geboren. Sein Leben war geprägt vom Motorradbau. Ab 1922 blühte der in Zschopau auf und machte die Firma DKW zum weltweit größten Zweirad-Hersteller. Nach dem Krieg wurde an die Erfolge mit der Produktion von MZ-Motorrädern angeknüpft.

Der Aufstieg zum Rennfahrer

Hans Sprung hatte von 1914 bis 1917 die Gewerbeschule besucht, die er mit Auszeichnung verließ. Der Schlosserlehrling bei der Firma Otto Minkos bestand die Gesellenprüfung in Chemnitz mit dem Prädikat "vorzüglich". Den Berufseinstieg fand er als Maschinen-Einsteller bei der Firma Rasmussen, die unter anderem Dampf-Kraft-Wagen produzierte.

Erfolge auf der Rennstrecke

Zwischen 1923 und 1929 war der Einfahrmeister auch als DKW-Fabrikfahrer bei Straßenrennen erfolgreich. Im Zenit seiner Rennfahrer-Karriere gewann er 1927 als erster das 1. Badberg-Vierecks-Rennen und jenes auf dem Nürburgring und wurde Deutscher Meister in der Klasse bis 175ccm.

Rückkehr zur Konstruktion nach dem Krieg

Nach dem Krieg fand Hans Sprung eine Anstellung als Obermeister im Konstruktionsbüro und Fahrzeugbau August Prüßing in Chemnitz. Später wurde er ins Simson-Werk nach Suhl beordert, bevor er im Herbst 1954 zurück nach Zschopau kehrte und bis zu seiner Rente 1965 dort tätig blieb.

Hans Kleeberg: Der unzertrennliche Begleiter Walter Kaadens

Wie Hans Sprung schrieb auch ein weiterer Sohn der Stadt, Hans Kleeberg, ein Stück Motorrad-Geschichte. Geboren am 15. Mai 1905, hatte er im April 1923 als Klempner bei der Firma Richard Minkos seinen Gesellenbrief in der Tasche.

Karriere im Motorradwerk

1933 fand Hans Kleeberg eine Anstellung im DKW-Werk in seiner Heimatstadt und arbeitete dort bis Kriegsende im Versuchsbereich. Nach der Nachkriegszeit kehrte er 1950 ins Motorradwerk zurück und verband sich beruflich und privat eng mit Walter Kaaden.

Engagement bis zum Lebensende

Nachdem 1953 Walter Kaaden mit der Etablierung einer Rennabteilung im Motorradwerk betraut worden war, folgte ihm Hans Kleeberg. Anfang der 60er Jahre schied er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben aus, blieb aber bis zu seinem Tod mit dem Motorsport verbunden.

Zwei Pioniere, die unvergessen bleiben

Doch im Herzen aller DKW- und MZ-Freunde leben Hans Sprung und Hans Kleeberg als Pioniere des Motorradbaus weiter.

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