Im Auftrag der Stadt auf Spurensuche

Bildung ESF-Projekt soll Industriekultur vermitteln

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Margit Kreißl, Klaus Roscher, Katharina Scheithauer und Hannah Lötsch (v.li.) sind vom Projekt begeistert. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-B. Es ist ein Projekt das neugierig macht, doch vor allem eines, mit dem Kinder die traditionsreiche Industriekultur und zum Teil vergessene Handwerkstechniken kennenlernen können.

Im Rahmen des ESF-Einzelprojektes "Posamentiersammlung - Vermittlung von Industriekultur in Annaberg, Buchholz und Umgebung" startete die Buchholzer Dipl.-Designerin Margit Kreißl am 1. April 2017 in dem Projekt, welches bis März 2019 läuft. Dazu holte sie weitere Mitstreiter ins Boot. So befasst sich die Arbeitsgruppe (AG) "Recherche" mit Margit Kreißl und Katharina Scheithauer mit den industriellen Traditionen der Stadt, insbesondere im 20. Jahrhundert.

Roland Hempel leitet die AG "Film". Dabei werden historische Dokumente und Zeitzeugen gesucht und für die Nachwelt dokumentiert. Manuela Fischer, Bettina Levin und Katrin Baumann vermitteln in Workshops alte Handwerkstechniken wie Perl- und Gorlnähen oder Klöppeln mit seltenen Materialien.

"Unser Projekt ist ebenso eine Avance an all die Beschäftigten von damals."

Für Margit Kreißl ist eines wichtig: "Zum Beispiel bei unserer Exkursion geht es zu Fuß durch Buchholz an reale Orte der einstigen Industrie. Auch laden wir immer mal einen Profi oder Zeitzeugen ein. Unser Projekt ist jedoch ebenso eine Avance an all die Beschäftigten von damals."

Zu den Zeitzeugen gehört auch Klaus Roscher, dessen Großeltern und Vater eine Färberei betrieben und deren Nachlass noch vorhanden ist. Das ist besonders für Hannah Lötsch spannend. Die 13-Jährige ist vom Projekt total begeistert und sagt: "Meine Oma hat als Posamentiererin gearbeitet und ich finde es total interessant, Dinge zu erfahren, von denen ich vorher nichts wusste." Wer Lust hat mitzumachen, der kann sich gerne bei Margit Kreißl melden. Auch Zeitzeugen oder Produkte von einst werden gesucht.

Kontakt: 03733-676777.