Im Freibad: Bei drei Grad einfach abgetaucht

Verein Auer Sportler haben Bescherung vorgezogen: Geschenke gab's unter Wasser

Aue. 

Für Frostbeulen ist das definitiv nichts: Mitglieder des Vereins "Tauchsportgruppe Aue/Sachsen" haben es bei klirrender Kälte gewagt und sind im städtischen Freibad Aue zum traditionellen Weihnachtstauchen, so richtig mit Baum und Bescherung, ins Wasser gegangen. "Es ist schon sehr kalt", gesteht Vereinschef Ronny Löffler: "An der Oberfläche sind es drei Grad Wassertemperatur und unten kommt man schätzungsweise auf vier Grad." Warum die Taucher sind das "antun", erklärt Löffler so: "Es ist der Sport an sich. Tauchen ist eigentlich eine Sommersportart, doch wir wollen diesem Hobby auch im Winter frönen. Es ist für uns ein besonderer Kick, im kalten Wasser und besonders unter dem Eis zu tauchen. Wenn das Wasser mit einer Eisschicht überzogen ist, kann man nicht direkt nach oben, was beim Tauchen im Regelfall immer gegeben ist." Mit der Orientierung sieht es im Auer Freibad im wahrsten Sinne des Wortes trübe aus: "Es gibt Seen, die im Winter richtig klar werden, im Freibad ist das nicht der Fall. Die Sichtweite liegt bei geschätzt 20 Zentimetern", so der 46-Jährige.

Die Taucher sehen das Spektakel als schönen Jahres-Ausklang. Die eigentliche Tauchsaison beginnt dann wieder im April/Mai. Natürlich sind die Taucher auch im Winter aktiv, trainieren im Auer Hallenbad - dabei geht's es um Grundsätzliches, was zum Tauchgeschehen gehört und um Kondition. Mit dem Tauschen beginnen könne man im Alter von acht Jahren. "Das ist dann allerdings eine spezielle Geschichte, denn Kinder tauschen nicht so, wie Erwachsene", erklärt Löffler.