Im Haus „Hoffnung“ gackerts und krähts

Marienberger Diakoniepflegeheim trifft mit gefiedertem Zuzug den Nerv der Bewohner

Marienberg

Seit wenigen Tagen gibt es im Diakoniepflegeheim „Hoffnung“ in Marienberg neuen, gefiederten Zuwachs. Drei prächtige Zwerghühner namens Hennrietta, Ilse und Chili sowie ihr stolzer Hahn Gerkl haben Einzug gehalten.

Das Projekt „Hühner für unsere Bewohner“ entstand auf Initiative der Ergotherapeutin Tina Pärschk und bereitet den Bewohnerinnen und Bewohnern große Freude.

Heimbewohner sollen Freude haben

„Wir sind immer bestrebt, unseren Heimbewohnern etwas Besonderes zu bieten – etwas, das Freude bereitet und vielleicht an glückliche, frühere Zeiten erinnert“, erklärt Einrichtungsleiter Markus Kärmer.

Auch Tina Pärschk freut sich sehr über die Umsetzung des Projekts: „Ich liebe Hühner, darf aber keine halten, weil das in unserem Kleingarten nicht erlaubt ist.“ Umso schöner ist es nun, dass das fröhliche Gegacker und vor allem die leckeren Eier Einzug ins Haus „Hoffnung“ gehalten haben.

Hahn trägt Spitznamen eines früheren Bürgermeisters

Der kleine Hühnergarten lädt die Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig zum Verweilen ein. Dort können sie die Tiere beobachten und wer möchte, sie auch füttern. Jedes Huhn hat sogar einen Paten. So wurde der Hahn Gerkl bspw. von Jörg Stephan gesponsert, dem ehemaligen Bürgermeister von Großrückerswalde.

„Das war mir eine Herzensangelegenheit, denn meine Schwiegermutter lebt hier“, erzählt Jörg Stephan schmunzelnd. „Außerdem freue ich mich, dass der Hahn meinen Spitznamen trägt.“

Projekt durch Spenden realisiert

Finanziert wurde das Projekt ausschließlich durch Spenden. Der Bau des Hühnergartens mit Zaun, der kleine Stall sowie das Futter schlugen zwar mit einem beachtlichen Betrag zu Buche, doch die Investition hat sich gelohnt.

Die offizielle Aufnahme der gefiederten Familie wurde mit einem festlichen Nachmittag im Heim gefeiert: Bei Eierschecke und Eierlikör erfuhren die Bewohnerinnen und Bewohner, wie aus der Idee ein lebendiges Zuhause für die Hühner geworden ist. Eine hochbetagte Dame erinnert sich gerührt: „Früher hatten wir auch Hühner und stets frische Frühstückseier.“ Die glücklichen Augen der Bewohnerinnen und Bewohner ist für Markus Kärmer, Tina Pärschk und das gesamte Team des Hauses „Hoffnung“ der schönste Lohn.

„Den Menschen hier Freude zu schenken, ganz gleich wie ihre körperliche oder geistige gesundheitliche Verfassung ist, zählt zu unseren höchsten Prioritäten“, betonen beide gemeinsam. So bereichern die kleinen Gäste das Leben im Pflegeheim auf ganz besondere Weise.

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