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Im Kurpark von Warmbad herrscht wieder Stimmung

Kurparkfest Veranstalter stellt gekürzte Konzertsaison auf die Beine

Warmbad. 

Warmbad. Standen die Vorzeichen vor einigen Wochen noch ungünstig, so gibt es nun doch noch Freude über einen Konzertsommer im Kurpark von Warmbad. Der fällt zwar kürzer aus als gewohnt, erfreut sich aber trotz der Corona-Pandemie immer noch großer Beliebtheit. Dies wurde schon beim Auftakt deutlich, als "De Hutzenbossen" ein großes Publikum anlockten. Zu den 250 Gästen im Sitzplatzbereich - dies ist aufgrund der Abstandsregeln dort die maximale Auslastung - gesellten sich noch zahlreiche Besucher, die sich Decken oder Stühle mitgebracht hatten und von den umliegenden Wiesen aus die Darbietung auf der Bühne genossen. Regeln galt es dennoch einzuhalten. So sah das Hygiene-Konzept beispielsweise eine Regelung des Besucherverkehrs vor. In bestimmten Bereichen durfte nur in eine Richtung gelaufen werden.

Vier statt zwölf Konzerte

"Es sind mehr Leute gekommen als erwartet", sagt Meret Walther, die im Kur- und Gästeservice für die Kultur zuständig ist. Das für Anfang Juni geplante Kurparkfest hatte sie ebenso absagen müssen wie die Konzerte in jenem Monat. "Große Kapellen können ja nicht einmal proben", erklärt die Mitorganisatorin, die daher auf kleinere Gruppen und Künstler-Duos umgestiegen ist. Auch die Zahl der Gäste muss begrenzt werden. Aber zumindest gelingt es auf diese Weise, doch noch einen Kurpark-Sommer auf die Beine zu stellen. "Statt zwölf sind es nur noch vier Veranstaltungen. Nach dem Auftakt folgen am 26. Juli sowie am 9. und 23. August weitere Konzerte", sagt Meret Walther, die unter anderem das Duo Leuchtfeuer sowie De Haamitleit engagiert hat.

Gäste und Musiker begeistert

Auch wenn eine längere Saison sicherlich mehr Freude geweckt hätte, so sind die Besucher doch froh, dass die Kultur überhaupt wieder auflebt. "Schön, dass es endlich wieder losgeht. Das Ambiente in diesem Park ist so wunderschön", sagte zum Beispiel Bärbel Bischof, die für den Auftritt der Hutzenbossen extra aus Zwickau angereist war. Wie sie und die rund 300 anderen Gäste genossen auch die Musiker selbst den Nachmittag. "Man hat ja schon fast Entzugserscheinungen", meinte Peter Kreissl, der zusammen mit Andreas Tiede und dessen Sohn Jonas Tiede für beste Stimmung sorgte: "Dass so viele Leute gekommen sind, ist erstaunlich. Es war aber auch irgendwie absehbar, weil genau solche Veranstaltungen den Menschen gefehlt haben." Bei fast jedem Song der erzgebirgischen Volksmusik wurde mitgeschunkelt und manchmal sogar getanzt.