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Immer mehr Lebensinseln für Insekten entstehen in der Region

Landschaftspflege Weißbacher Firma geht mit gutem Beispiel voran

Weißbach. 

Weißbach. Auf einem neuen Parkplatz an der Weißbacher Firma Flexiva finden nicht nur 46 Autos Platz, sondern auch zahlreiche Insekten und Pflanzen. Grund dafür ist eine der "Lebensinseln", die im Rahmen des gleichnamigen Projekts auf öffentlichen und gewerblichen Flächen für biologische Vielfalt sorgen sollen. "Bei uns ist alles so ausgerichtet, dass wir ökologisch produzieren. Dazu gehört, dass wir die Natur leben lassen", erklärt Flexiva-Geschäftsführer Rainer Hollnagel, der mit dem Landschaftspflegeverband Zschopau-/Flöhatal einen perfekten Partner gefunden hat.

Dessen Projektmitarbeiterin Yvonne Scholz aus Pobershau bemüht sich bereits seit Oktober 2019, die Initiative in der Region voranzutreiben. Schließlich stehen dafür auch Fördermittel der Leader-Region Zwönitztal-Greifensteine zur Verfügung. "Das Problem ist, dass viele Bürger die wilde Natur innerhalb der Ortschaften nicht mehr ertragen können", sagt Yvonne Scholz. Wird eine Grünfläche nicht gemäht, kommt es schnell zu Beschwerden. Dabei sind gerade solch kleine Naturbereiche wichtig für den Erhalt von Insekten. Vor allem Schmetterlingen, Hummeln und Wildbienen sollen die Lebensinseln helfen. "Sie sind wichtige Bestandteile der Nahrungskette und tragen außerdem zur Bestäubung bei", erklärt Yvonne Scholz, die genau dieses Bewusstsein in der Bevölkerung stärken will.

Dabei fängt sie bereits in den Grundschulen an, wo sie mit einem Geschichten-Wettbewerb auf das Thema eingeht. Außerdem sucht sie den Kontakt zu den Kommunen. "Oftmals hilft es schon, wenn Grünflächen seltener gemäht werden", sagt die Projektmitarbeiterin. Ebenso trägt die Kooperation mit Firmen Früchte, wie das Beispiel Flexiva zeigt. Auf dem dortigen Parkplatz wurden viele Blumen und Sträucher gepflanzt.